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Presse 2008 - 10

Presseberichte aus den Jahren 2008 - 2010

 

NWZ, 06. November 2010

Gymnasium Lemwerder bekommt Qualitätssiegel
Bildung Lehrerinnen nehmen Auszeichnung im Kultusministerium entgegen – Vergabe zum ersten Mal

Schüler und Lehrer freuen sich über die Auszeichnung. Sie belegt die soziale Stärke.

von Evelyn Eischeid

101106nwzGuetesiegelLionsClubLemwerder - „Lions Quest – Qualitätssiegel“ - über den Erhalt dieses Siegels mit „Leuchtturmfunktion“ freuen sich am Gymnasium Lemwerder Lehrkräfte und Schüler. Schulleiterin Marianne Weigel: „Besonders stolz sind wir auf die Tatsache, dass wir als einzige Schule in Nordniedersachsen diese Auszeichnung bekommen haben.“
Am 28. Oktober hatten Marianne Weigel und ihre Kollegin Kathrin Kittel das Qualitätssiegel für die besonders erfolgreiche Umsetzung des Unterrichtsprogrammes „Lions Quest – Erwachsen werden“ während einer Feierstunde im Kultusministerium Hannover entgegen genommen. Im Land Niedersachsen wurde das Qualitätssiegel zum ersten Mal vergeben.

Kontinuierlich umsetzen
Marianne Weigel: „Das Siegel belegt, dass wir bei uns dieses Sozialtrainings-Programm nicht nur schwerpunktmäßig eingeführt haben, sondern es auch kontinuierlich umsetzen.“ Die Arbeitsgruppe „Sozialtraining“ wurde geleitet von Marianne Weigel und ihren Kollegen, den Lehrkräften Silke Oetker, Kathrin Kittel und Oliver Meyer.
Das Förderprogramm des Lions-Organisation verleiht das Qualitätssiegel den Schulen, die sich bewusst dafür entschieden haben, Schüler durch das Vermitteln von Kompetenzen in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Diese Schulen zeigen laut Lions eine besondere Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen. Mit dem Qualitätssiegel kann dieses Engagement nach außen dargestellt werden.
Das Programm ist ein Stützpfeiler, mit dessen Hilfe Kinder Konfliktlösestrategien und Eigenverantwortung erlernen können. Das Siegel wird nach den bundesweit einheitlichen Kriterien vergeben.

Siegel für drei Jahre
Marianne Weigel: „Drei Jahre ist das Siegel gültig, dann bewerben wir uns wieder. Die Teilnahme wird in den Zeugnissen dokumentiert.“ Nach einer Umfrage fühlen sich am Gymnasium 82,4 Prozent aller Schüler „wertgeschätzt“, gegen Gewalt sind 78,7 Prozent, gegen Drogen 80 Prozent.

 

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 8 vom: 05.11.2010

Gütesiegel für das Gymnasium
Schule wird für ihr Sozialtraining ausgezeichnet

Von Barbara Wenke

101105wkGuetesiegelLemwerder. Stolz zieht Marianne Weigel eine schweren Glasplatte aus einem großen Briefumschlag. Jetzt hat die Schulleiterin es schwarz auf weiß: Am Gymnasium Lemwerder wird gutes Sozialtraining geleistet. Gestern Mittag präsentierte sie ihren Schülern die gläserne Auszeichnung, die sie vor wenigen Tagen im Kultusministerium in Hannover erhalten hat.
Erstmals wurde in Niedersachsen das Qualitätssiegel für die besonders erfolgreiche Umsetzung des Unterrichtsprogramms "Lions-Quest: Erwachsen werden" verliehen. Neben dem Gymnasium Lemwerder konnten sich weitere 13 Schulen über die Auszeichnung freuen.
In der südlichsten Wesermarschgemeinde setzen sich die Gymnasiasten, zumindest die jüngeren Jahrgänge, wöchentlich mit den Themen Hilfe zur Selbsthilfe, Konfliktlösestrategien und Freundschaft auseinander. Auf dem Stundenplan stehen dann unter anderem Kooperationsspiele, bei denen die Klassenmitglieder zusammenhalten müssen, damit das Spiel gelingt. Die höheren Jahrgangsstufen erhalten Sozialtraining nach Bedarf, beispielsweise wenn die älteren jüngere Schüler ärgern.
Das Siegel, das Marianne Weigel in zwei Versionen ausgehändigt bekommen hat, ist drei Jahre lang gültig. Die Papier-Version wird ihren Platz vermutlich in einem Bilderrahmen an der Wand finden. Die wetterfeste Version aus dickem Glas soll schon bald die Hauswand des Gymnasiums Lemwerder zieren.

 

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, Seite 5, vom 06.09.2010

Gemeinsam gegen Pöbeleien und Attacken
Siebter Jahrgang des Gymnasiums Lemwerder absolviert Seminar zur Gewaltprävention

Von Christian Pfeiff

100906wkWirSindStarkLemwerder. Zwei bewaffnete Jugendliche gehen im Pfarrhaus aufeinander los. Eine Gruppe Gleichaltriger umringt sie, feuert den jeweiligen Favoriten an. Die Situation droht zu eskalieren. Sie hätte es zumindest wohl getan, wenn sie real gewesen wäre. Was sich jetzt in den Räumen der katholischen Kirche abspielte, war jedoch ein Rollenspiel und damit Teil eines Gewaltpräventionsseminars, das der siebte Jahrgang des Gymnasiums Lemwerder drei Tage lang absolvierte.
Sowohl bei den vermeintlichen Schlägern als auch bei den sensationslüsternen Zuschauern handelt es sich um freiwillige Seminarteilnehmer, die "Waffen" sind aus Schaumstoff. Doch das Spiel reicht aus, um den Teilnehmern psychologische Wirkungsmechanismen solcher gruppendynamischen Situationen deutlich vor Augen zu führen.
Projekt für alle Siebtklässler
"Wie hat es sich für euch angefühlt?" will Jürgen Zimmer, Präventionsbeauftragter der Kriminalpolizei Brake, von den "Schlägern" wissen. Die Antwort ist eindeutig: Ohne die motivierenden Anfeuerungsrufe wäre die Bereitschaft zum Aufhören deutlich höher gewesen. "Nur Zuschauen gibt es bei einer solchen Situation nicht. Die mögliche Mitwirkung der Zuschauer reicht von unterlassener Hilfeleistung über Anstiftung bis hin zur Mittäterschaft", resümiert Zimmer.
Seit Beginn des Schuljahres bereist der Präventionsbeauftragte alle Schulen des Landkreises, die einen siebten Jahrgang unterrichten und teilnehmen wollen. "Wir sind stark" ist der Name des Projektes, in dessen Rahmen die Braker Kriminalbeamten nach bayrischem Vorbild aktiv den Kontakt zu den Schulen suchen und die Durchführung von Seminaren zur Gewaltprävention für Jugendliche anbieten.
Das Interesse seitens der Pädagogen und Schüler ist groß: "Mit einer Ausnahme haben sich alle Schulen der südlichen Wesermarsch zur Teilnahme bereit erklärt", konstatiert Zimmer. Auch die Lemwerder Schüler folgen dem Seminarstoff konzentriert und sichtlich bewegt. Neben Situationen wie der eingangs beschriebenen Schulhofschlägerei werden auch Raubüberfälle ("Handys abziehen") oder Alphatiergehabe in öffentlichen Verkehrsmitteln in Form von Rollenspielen und anschließenden Gruppendiskussionen thematisiert.
"Die behandelten Situationen sind ganz normale Begebenheiten aus dem Lebensalltag Jugendlicher und können in dieser Form an nahezu jedem beliebigen Ort stattfinden", erklärt Zimmer. Wie viele der Seminarteilnehmer bereits die Opfer- oder auch Täterrolle solcher Sachverhalte durchlebten, ist für Zimmer und die unterstützende Gymnasialpädagogin Silke Oetker nicht von Bedeutung. "Wir wollen keine Outings im Klassenverband provozieren oder schlimmstenfalls sogar erlittene Traumata aufrütteln", erklären sie unisono.
Stattdessen steht die Vermittlung sozialer Kompetenzen im Vordergrund. Diese reichen von einem selbstbewussten Verhalten und Auftreten über Eigenschaften wie Vertrauen und Kommunikationsfähigkeit bis hin zu effektiven Gewaltvermeidungsstrategien. Besonders hinsichtlich Übungen und Techniken aus der Theaterpädagogik, bei denen es ums Vertrauen in die Mitmenschen geht, demonstrierten die Seminarteilnehmer Anfangsschwierigkeiten. Es dauerte beispielsweise eine Weile, bis sie bereit waren, sich in die stützenden Arme ihrer Mitschüler fallen zu lassen.
Schulleiterin Marianne Weigel erachtet das Training sozialer Kompetenzen ihrer Schüler als sinnvoll und könnte sich eine Fortführung des Projektes nach erfolgter Evaluationsphase gut vorstellen: "Wenn das Seminar positiv von den Schülern aufgenommen wird, werden wir künftig für jeden siebten Jahrgang unserer Schule eine solche Veranstaltung organisieren", blickt die Schulleiterin voraus.

 

NWZ, 04. Sept. 2010

Bei Lehrern oder der Polizei Hilfe holen
Bildung Präventionsprogramm „Wir sind stark“ am Gymnasium Lemwerder

EVI

Lemwerder - NWZ  Kein leichter Stand für Sophie: zwei Typen rempeln sie an, bequatschen und bedrängen sie, das Interesse der Angreifer zielt zweifellos auf ihr teures Handy. Schon einmal hat die Gymnasiastin aus Lemwerder einen solchen Angriff des gewaltsamen Abzockens erlebt und vorsorglich hat sie sich mit einem Messer ausgerüstet. Wie wird Sophie handeln und was werden die Angreifer machen – wird die Situation eskalieren?

Zum Glück ist diese Gewaltszene am Freitagmorgen im Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde nur gespielt: in ihren schwarzen Kapuzenpullovern wirken der Präventionsbeauftragte der Polizei, Dieter Zimmer, und Lehrerin Silke Oetker sehr realistisch und dem „Druck“ dieser „Angreifer“ kann sich Sophie kaum entziehen – sie bekennt danach, dass sie fast vergessen hätte, sich mit dem Messer zu verteidigen.

Das „Waffenspiel“ ist nur eines von 17 gespielten Szenarien im zweitägigen Gewalt-Präventionsseminar zum Thema „Wir sind stark“. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen des Gymnasiums lernen, wie man sich in kritischen Situationen verhält, wie Vertrauen aufgebaut werden kann und sie diskutieren die verschiedenen Möglichkeiten. „Sich mit Waffen zu verteidigen, ist zu einhundert Prozent großer Mist“, erfahren die Siebtklässler von Dieter Zimmer, „es führt fast immer zur Eskalation und kann möglicherweise aus einem Opfer einen Täter machen. Also weg mit Schlagringen, Teleskopstöcken oder ähnlichen Waffen. Ein Verteidigungsangriff kann darüber hinaus einen Täter auch zu weiteren Brutalitäten veranlassen.“

Zuschauen, anfeuern oder sich einmischen bei einer Schlägerei? „Schläger fühlen sich oft als coole Typen, weil Umstehende ihnen mit Anfeuerungen ein Forum bieten,“ sagt Zimmer, „mischt euch nicht ein, sondern holt Hilfe bei Lehrern, bei Erwachsen, bei der Polizei oder nehmt euer Handy und ruft 110 an. Das kann euch vom Vorwurf einer unterlassenen Hilfeleistung entbinden.“

Der Workshop gegen Gewalt startete ursprünglich als Präventionsprogramm der Polizei in Bayern, dort unter dem Titel „Zammgrauft“ (Zusammengerauft). In erster Linie soll eine Sensibilisierung für Gewalt und für die Opfer erreicht werden. Neben der Förderung der Zivilcourage wird eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, die Förderung der Gemeinschaft angestrebt. Die Schüler machen gemeinsame emotionale Erfahrungen und übernehmen Verantwortung. „Von den Kollegen der Polizeidirektion Oldenburg wurde das Präventionsprogramm unter dem Motto `Wir sind stark` übernommen“, so Zimmer.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, Seite: 5 vom 31.08.2010

Helfer bei der Lösung von Problemen

Großes Interesse an Streitschlichterausbildung am Gymnasium Lemwerder

Von Georg Jauken

100831wkStreitschlichterLemwerder. Für acht Schüler und 19 Schülerinnen des Gymnasiums Lemwerder war es ein kurzes Wochenende. Bis in den Sonnabendnachmittag waren sie in der Schule, um sich zu Streitschlichtern ausbilden zu lassen. Mit dem zweitägigen Blockseminar hat die Ausbildung allerdings erst begonnen. In den kommenden Monaten wird sie in einer Arbeitsgemeinschaft fortgesetzt.
Doch schon nach dem Einstieg in die Streitschlichterausbildung sind die Lehrer Katrin Kittel und Oliver Meyer mehr als zufrieden. "Es war toll", schwärmt Meyer von den Schülern, die so ganz andere Seiten von sich gezeigt hätten als im Schulalltag. "Sie waren begeistert und offen. Wir haben ganz andere Stärken von ihnen kennengelernt", sagt der Pädagoge, der am Gymnasium normalerweise für die Englischlektionen zuständig ist.
Gefühle in Worte fassen
Die Gelegenheit zu diesen neuen Erfahrungen bot die intensive Beschäftigung mit Konflikttypen und Gewalt. Es wurde gutes Zuhören geübt und wie man Gefühle in Worte fasst. Die Schüler erarbeiteten eine Checkliste für Streitschlichter und erprobten sie anschließend in Rollenspielen. Damit soll die Arbeit der AG Streitschlichter laut Meyer auch fortgesetzt werden, damit alle Teilnehmer an Erfahrung und Sicherheit für etwaige Einsätze als Streitschlichter auf dem Schulhof und anderswo gewinnen. Eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt einen Streit schlichten zu können, formuliert Ron aus der Klasse 10a so: "Neu war für mich, dass man keine Lösung finden muss. Das müssen die Streitenden selber tun. Wir bieten Hilfe zur Lösung des Problems an." Wichtiges gelernt hat auch Isabel aus der 10c: "Jetzt weiß ich, wie ich in manchen Situationen reagieren kann, damit es nicht zum Streit kommt:" In dem Blockseminar selbst, an dem Schüler aller Jahrgangsstufen des Gymnasiums teilnahmen, herrschte denn auch eine "lockere Atmosphäre", wie es Johanna aus der 10b nennt. "Niemand wurde ausgegrenzt." Und wie sieht es im Schulalltag aus? Gibt es so viel Streit, Rangeleien oder gar Prügeleien, dass man 27 Streitschlichter braucht? - Nicht nur die Erfahrung von Kay aus Klasse 8 b ("An der Tagesordnung ist das nicht") spricht gegen einen solchen Zusammenhang. Schulleiterin Marianne Weigel weist darauf hin, dass nicht von der großen Teilnehmerzahl am Streitschlichterseminar auf besonders häufige Auseinandersetzungen am Gymnasium geschlossen werden könne. Der konstruktive Umgang mit Konflikten solle vielmehr dazu beitragen, dass Schüler künftig seltener als Sieger oder Verlierer aus einer Auseinandersetzungen hervorgehen und leichter zu einem konstruktiven Umgang miteinander zurückfinden. Das kann auch zu einem positiven Klima an der Schule insgesamt beitragen, ist man am Gymnasium überzeugt und will die Streitschlichtung darum künftig auf eine noch breitere Basis stellen. In diesem Sinne haben auch zwei weitere Lehrkräfte des Gymnasiums an dem Seminar teilgenommen, um künftig weiteren Schülern die Methoden der Streitschlichtung zu vermitteln.

 

Bremer Tageszeitungen, Ausgabe: Die Norddeutsche, Seite:5 vom 24.06.2010

Gymnasium ist jetzt erwachsen geworden
Erster Abschlussjahrgang in Lemwerder wurde verabschiedet

Von Christian Pfeiff

100624wkVerabschiedungKlasse10Lemwerder. Bereits im vergangenen Sommer grüßte Schulleiterin Marianne Weigel die derzeitigen Fünftklässler mit den Worten: "Mit Euch ist unsere Schule erwachsen geworden, erstmals werden alle Jahrgänge durchgängig beschult." Nun besiegelte das Gymnasium Lemwerder sein Erwachsensein endgültig mit der Verabschiedung seines ersten Absolventenjahrgangs.
Mit einem erweiterten Abschluss der Sekundarstufe I verlassen 19 Schüler der Klasse 10a zum Sommer das Gymnasium, um ihren Weg zum Abitur nunmehr getrennt voneinander an anderen Schulen in Brake, Delmenhorst und Bremen fortzusetzen.
Dabei war im Vorfeld der offiziellen Inbetriebnahme der Schule noch nicht einmal sicher, ob dieser Jahrgang überhaupt zustande kommt, erinnert sich Weigel an die Anfänge des Gymnasiums. "Da sich der Start unserer Schule aus organisatorischen Gründen um ein Jahr verzögerte, waren wir kurz vor der Aufnahme unseres Schulbetriebs noch nicht einmal sicher, ob sich überhaupt genügend Schüler für die Einrichtung einer sechsten Jahrgangsstufe anmelden würden."

Die nun verabschiedeten Schüler absolvierten zunächst die fünfte Klasse an anderen Lehreinrichtungen, bevor man sich nach Eröffnung der Möglichkeit für einen Wechsel nach Lemwerder entschied. Dementsprechend attestierte Weigel der Schülerschaft in ihren Grußworten anlässlich der Verabschiedung sichtlich gerührt "großen Mut, etwas Neues zu wagen." Zu diesem gesellte sich rückblickend auf die Anfangsschwierigkeiten der Schule ohne festes Lehrerkollegium und aufgrund der langwierigen Sanierung des Hauptgebäudes temporär in Containern durchgeführter Unterrichtseinheiten "ein hohes Maß an Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit." Trotz allem - oder vielleicht sogar aufgrund dessen - formierte sich die 10a zu einer harmonischen Klassengemeinschaft, die sich nicht nur durch fachliche, sondern vor allem auch durch soziale Kompetenzen auszeichnete. So fällt es den Schulsprechern Lara Marleen Rauthaus und René Woelki sichtlich schwer, ihre Rührung in ihren Grußworten zu verbergen: Nicht nur der Klassenverband, auch die familiäre Atmosphäre der ganzen Schule werde man nach den Sommerferien schmerzlich vermissen. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, nächstes Jahr ohne Euch da zu sitzen", gesteht Rauthaus sichtlich ergriffen Klassenkameraden und Lehrkörpern gleichermaßen.
Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann wagte als Laudator einen weiteren Blick zurück auf die Schulanfänge und stellte zudem eine baldige Autorenschaft in Aussicht: "Irgendwann werde ich die Geschichte dieser Schule einmal zu Papier bringen. Zu den vielen spannenden Elementen zählt auch, wer so alles mit unterschiedlichsten Methoden versucht hat, die Entstehung dieser Schule zu verhindern." Dementsprechend lautete der bürgermeisterliche Rat an die Schulabgänger: "Wenn man ein festes Ziel vor Augen hat, muss man mitunter Widerstände brechen, um dieses zu erreichen." Karl-Heinz Röben, Fachbereichsleiter vom Landkreis Wesermarsch, brachte neben übermittelten Grüßen und Glückwünschen des terminlich verhinderten Landrats Michael Höbrink auch eigene Freude zum Ausdruck: "Bei meinem ersten Besuch an dieser Schule musste ich Ihnen die Nachricht überbringen, dass das Hauptgebäude zurückgebaut und deshalb vorübergehend geschlossen werden müsse. Der heutige Anlass ist natürlich wesentlich erfreulicher." Elternbeiratsvorsitzende Marion Gerdes hatte indes recht unorthodoxe Zukunftswünsche für die Schulabsolventen parat: "Bleibt cool, immer ein bisschen Querdenker und immer ein bisschen streitbar, dann werden wir von vielen von Euch sicher noch so einiges hören oder lesen." Diese Wahrscheinlichkeit erhöht sich zudem durch das hohe Ausmaß an Kreativität, das laut stellvertretendem Schulleiter Thomas Reinsch zu den herausragendsten Eigenschaften des Jahrgangs gehörte. Eine kleine Kostprobe von dieser servierte die scheidende Schülerschaft den Anwesenden in Form einer kleinen "Oscarverleihung", in deren Rahmen neben der "besten Regie" und den "besten Special-FX" auch die "beste Comedy-Performance" und die "größte Labertasche" des Lehrerkollegiums mit Preisen bedacht wurden.
 

 

NWZ, 24. Juni 2010

Abschied vom ersten Jahrgang
19 Schüler bereiten Gala vor – Urkunden für Lehrer

Der erste Abschlussjahrgang des Gymnasiums Lemwerder wurde am Dienstagabend feierlich verabschiedet. Ihr Abitur machen die Schüler an anderen Gymnasien.
Die Schule wurde vor fünf Jahren gegründet. Die Jugendlichen haben den erweiterten Sek-1-Abschluss geschafft.

von Gabriele Bode

100624nwzAbschiedKlasse10Lemwerder - Seinen ersten Jahrgang konnte das Gymnasium Lemwerder am Dienstagabend – fünf Jahre nach der Gründung der Schule – entlassen. Mit einer Gala, die die 19 Schüler selbst organisiert hatten, wurde der Abgang von der Schule mit zahlreichen Angehörigen in der festlich geschmückten Aula gefeiert. Neben der Schulleiterin Marianne Weigel und ihrem Stellvertreter Thomas Reinsch waren auch Karl-Heinz Röben, Fachbereichsleiter Bauen vom Landkreis Wesermarsch, Schulelternsprecherin Marion Gerdes sowie Lemwerders Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann auf die Bühne getreten, um den Schülern für ihren weiteren Lebensweg in einer kurzen Rede alles Gute zu wünschen.

Mit Urkunden belohnten die Schüler ihre Lehrer – in Kategorien unterteilt wie „bestes Zeitmanagement“, „freundlichster Lehrer“ und „Kaffetrinker“. Mit der Zeugnisübergabe und einem großen Buffet für alle Besucher endete der vorletzte Tag am Gymnasium Lemwerder für Lisa Janine Berends, Frederike Dähnhardt, Christian Dirk, Frederike Fassmer, Anna Harloff, Elena Kok, Fabian Lau, Pia Lenz, Ina Maria Menzel, Nils Müller, Melanie Poppe, Marcella Puhlemann, Lara Marlene Rautenhaus, Eike Schmidt, Philipp Stührmann, Jannik Uhlhorn, Ekaterini Vraka, Sara Wiechmann, und Rene Woelki mit dem erweiterten Sek-1-Abschluss.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite:8, 19.06.2010

Neuntklässler stellen Designobjekte aus

Lemwerder·Berne (bak). Neuntklässler des Gymnasiums Lemwerder stellen am Sonntag, 20. Juni, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr in der Kulturmühle in Berne aus. Gezeigt werden Designobjekte, die die Jugendlichen im Kunstunterricht des ablaufenden Schuljahres angefertigt haben. Uhren, Spiegel, Lampen und zahlreiche Stühle werden in abgewandelter Form zu sehen sein. Hinzu kommen eventuell noch von den Schülern gestaltete Plakate, allesamt Unikate, die derzeit in den Schaufenstern der unterschiedlichsten Lemwerderaner und Berner Läden für die Ausstellung werben.

Gymnasium ehrt seine Sieger

Von Barbara Wenke

Lemwerder. Das Treppenhaus des Gymnasiums platzte gestern Vormittag während der ersten großen Pause aus allen Nähten. Aber nicht das leicht trübe Wetter trieb die Schülerinnen und Schüler unters Dach, sondern die Preisvergabe in zwei Wettbewerben - dem Känguru-Wettbewerb und dem Big Challenge.
An dem Mathematikwettbewerb, der für alle Altersstufen offen war, beteiligten sich am Gymnasium 63 Jungen und Mädchen, sowie "außer Konkurrenz" Konrektor Thomas Reinsch. Er sei ganz stolz, einige Aufgaben gelöst zu haben, berichtete Reinsch den wartenden Schülern. Er räumte aber ein, seinen Zettel "vorsichtshalber" nicht abgegeben zu haben.
Das beste Ergebnis erzielte die Sechstklässlerin Alicia Müggenburg. Sie erhielt für ihre Leistung ein rotes T-Shirt mit einem Känguru. Für alle anderen Teilnehmer gab es Urkunden sowie ein schwieriges mathematisches Puzzle.
Erstmals beteiligten sich 70 Fünft- und Sechstklässler des Lemwerderaner Gymnasiums am europaweit ausgeschriebenen Englischwettbewerb "Big Challenge". Zu beantworten waren Fragen bezüglich Grammatik, Landeskunde, Vokabeln und Aussprache. Die meisten Punkte in den vier Kategorien sammelten in Lemwerder Fynn Rodiek (5. Jahrgang) und Katharina Stöver (6. Jahrgang)

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite 5, vom 08.06.2010

Französische Austauschschüler im Rathaus Lemwerder begrüßt

Von Mario Assmann

100608wkFranzAustauschLemwerder. Die gestrige Festbeflaggung am Lemwerderaner Rathaus hätte einem Staatsempfang zur Ehre gereicht. Während aber Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy planmäßig zum Gipfeltreffen nach Berlin flog, waren es 20 seiner Landsleute, die Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann einen Besuch abstatteten. Für die Austauschschüler im Alter von 13 bis 15 Jahren begann damit das offizielle Programm ihres Aufenthalts. Noch bis Freitag leben die Gäste des Gymnasiums bei Familien in Lemwerder, lernen dort Land und Leute kennen.
Die Siebt- bis Neuntklässler vom Gymnasium St. Médard-de-Guiziéres bei Bordeaux sind am Sonnabend eingetroffen und haben mit den Gastfamilien die ersten Unternehmungen absolviert. Heute fahren die jungen Franzosen mit den Lemwerderaner Schülern nach Langeoog, nehmen morgen an den Bundesjugendspielen teil und erkunden am Donnerstag die Hansestadt Bremen. Bürgermeister Beckmann, von der französischen Lehrerin Caroline Pena als "Monsieur le Maire" vorgestellt, wies auf die Besonderheiten der rund 7200 Einwohner zählenden Gemeinde hin: Drachenfest, Jacht- und Flugzeugbau waren da nur einige Themen.
Für die beiden Schulen ist es nach dem Auftakt im vergangenen Jahr der zweite Austausch, wie Lehrerin Renate Kreye-Grundmann und Rektorin Marianne Weigel vom Gymnasium Lemwerder sagten. Den französischen Gästen scheint es in der Wesermarsch zu gefallen: Sieben von ihnen waren bereits 2009 dabei. Der nächste Gegenbesuch in St. Médard-de-Guiziéres, einem Ort im Südwesten Frankreichs mit etwas mehr als 2000 Einwohnern, ist für den Herbst geplant.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite 6, vom 03.06.2010

Kinder als Botschafter ihrer Schule
Gymnasium Lemwerder umwirbt künftige Schülerinnen und Schüler: "familiär und übersichtlich"

Von Georg Jauken Lemwerder.

105031wkTdoTDas Schuljahr 2009/2010 neigt sich dem Ende. Landauf, landab stehen Eltern und Schüler der vierten Grundschulklassen vor der Entscheidung, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll. Wer sich für das Gymnasium Lemwerder entscheidet, so die Botschaft nicht nur beim jüngsten "Tag der offenen Tür", macht es richtig. Dabei erweisen sich die Schüler des Gymnasiums als die überzeugendsten Botschafter.
Ein gutes Beispiel sind Jasmin, Sanaz und Hadija. Die drei Mädchen führen eine Gruppe Eltern durch die Schule. Am Ende erreichen sie den Computerraum. "Hier dürfen wir nicht ohne Lehrer rein", erklärt Hadija. Nicht ohne Lehrer, wohl aber ohne Essen, Getränke und Schuhe, um Staub und Verschmutzungen der empfindlichen Geräte zu vermeiden.
Hadija berichtet, wie sie und ihre Mitschüler im Internet recherchieren - sich aber nicht alleine darauf verlassen-, wie sie Homepages erstellen und sich im schuleigenen Chat treffen. Es gehe darum zu "lernen, wie man lernt", erklärt sie den Inhalt des Methodenlernens mit PC, das in den fünften Klassen ein ganzes Halbjahr lang zum regulären Unterricht gehört. Im Gymnasium weiß man, dass das Internet zum Alltag der Schüler gehört. Also nutzt man es für den Unterricht und lehrt, wie die Nutzer sicher damit umgehen.
Vom Spielen zum Pauken "Es gibt Menschen, die ein fotografisches Gedächtnis haben", fügt Hadija noch hinzu, bevor sie die Eltern in den nächsten Raum bittet. Für die anderen gebe es den Methodenunterricht. Die Eltern sind beeindruckt. "Für die sechste Klasse macht sie das extrem gut", meint Toralf Schiefner über das Mädchen, das vor den vielen Erwachsenen so sicher auftritt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Auch die Ausstattung der Schule fällt ihm auf. Eine solche Ausstattung hätte sich Toralf Schiefner in seiner Schulzeit gewünscht.
Ein paar Räume weiter werden Ratespiele gespielt. Die Kandidaten: Viertklässler aus den benachbarten Grundschulen. Mit den Bewegungsspielen, erläuterte Englischlehrer Oliver Meyer, würden die Schüler langsam vom spielerischen Englisch der Grundschulen zum Englisch als Unterrichtsfach mit Vokabeln pauken, Klassenarbeiten und Benotung herangeführt. Wer sich die Vokabeln spielerisch einpräge, vergesse sie nicht so schnell wieder.
Die Vokabel-Spiele sind nur ein Beispiel, wie das Gymnasium den jungen Besuchern aus den Grundschulen Lust auf ihre mögliche neue Schule macht. Dazu gibt es "Schnupperunterricht" in Latein, Französisch und Naturwissenschaften, der Einblicke in den Schulalltag ermöglicht und die Neugierde der Kinder wecken soll.
Rebecca und ihre Mitschüler aus dem siebten Schuljahr erklären anhand eines Modells den Aufbau des menschlichen Herzens. In zwei Wochen hat das Plastik-Herz ausgedient, berichten sie. Dann wollen sie das Herz eines Schweines "auseinandernehmen".
Nebenan wird derweil Stahlwolle abgefackelt, entzündet mit einer haushaltsüblichen Batterie. "Das ist der Kabelbrand, den man im Haus vermeiden möchte", erklärt Physiklehrer Heiko Gawronski seinen Versuchsaufbau. Nicht weit entfernt schicken Kinder mit Hilfe von PC und Beamer eine Maus auf Abenteuerreise, die wie einst Charlie Chaplin in "Modern Times" ins Räderwerk einer Maschine geraten ist. Die Lehre von Kräften und Bewegungen als Computerspiel, das fesselt und sorgt für herzhafte Lacher.
Sehr "familiär und übersichtlich" fasst Nicole Belitz ihre Eindrücke am Ende des Rundgangs zusammen. "Das hat mich überzeugt." Überrascht hat sie das nicht, denn eines ihrer Kinder besucht das Gymnasium Lemwerder bereits. Sie erinnert sich an fürsorgliche Lehrer und ältere Schüler, die den jungen als Paten zur Seite standen. Nicole Belitz ist überzeugt, "die Kinder werden hier gut aufgefangen. Nach Klasse zehn sind sie dann so weit für die Stadt." Bis dahin soll auch ihr zweites Kind das Gymnasium Lemwerder besuchen. Eine andere Mutter will die Entscheidung ihrem Sohn überlassen. Die Fahrzeit werde wohl eine Rolle dabei spielen, sagt die Mutter aus Berne.
Schülerwunsch: Abi in Lemwerder Eine längere Fahrzeit als bisher müssen Katharina, Lara und René vom kommenden Schuljahr an in Kauf nehmen. Mit der Klasse zehn endet in einigen Tagen auch ihre Schulzeit in Lemwerder. Entscheiden, wie es weiter geht, müssen also auch sie. "Wir waren nicht begeistert, dass wir hierher kommen mussten", erinnern sich die beiden Mädchen noch gut. Doch nach zwei Jahren am Gymnasium an der Willmsstraße in Delmenhorst und zwei Ehrenrunden hätten sie in Lemwerder wieder Anschluss gefunden.
Nach einer Woche hätte sie sich eingelebt. Jetzt würden sie gerne bis zum Abitur bleiben. Sie schwärmen vom familiären Miteinander und vom engen, vertrauensvollen Kontakt zu ihren Lehrern. "Man ist eine Person, keine Nummer", meint Lara. Mit "he, du da", habe sie seit Delmenhorster Zeiten kein Lehrer mehr angesprochen. Vermisst hat sie es nicht.
"Man hat einen viel besseren Zugang zu den Lehrern", ist auch René aufgefallen, der im fünften Schuljahr das Max-Planck-Gymnasium besuchte. Gesetzt den Fall, es gäbe die Möglichkeit, bis zum Abitur in Lemwerder zu bleiben, käme ein Wechsel für ihn nicht in Frage. Selbst wenn die 19-köpfige Klasse dann in Kurse unterteilt würde, wäre René, Lara und Katharina der Kontakt zu den Lehrern noch nicht zu eng und intensiv. Schüler, die unbedingt auf eine andere Schule wollen, waren am Tag der offenen Tür im Gymnasium Lemwerder nicht aufzufinden.
Doch eine Oberstufe gibt es nun mal nicht in Lemwerder. Das Profilfach Musik gab deshalb den Ausschlag, dass René ans "Maxe" zurückkehren möchte. Seine Klassenkameraden werden sich nach den Ferien an anderen Schulen in Brake, Delmenhorst und Vegesack wiederfinden. Zumindest René, Lara und Katharina geben sich überzeugt, in Lemwerder bestens auf die Oberstufe vorbereitet worden zu sein

 

NWZ, 31. Mai 2010

Jonglieren gelernt und Blitze erzeugt
Gymnasium: Beim Schnuppertag in Lemwerder Berührungsängste abgebaut

105031nwzTdoT
Donnerschlag: Physiklehrer Heiko Gawronski hatte
eine Influenzmaschine aufgebaut, mit der sich Blitze erzeugen
lassen. Das war bei den Besuchern ein Renner.

 von Gabriele Bode

Lemwerder - Ein Tag der offenen Tür fand am Sonnabend am Gymnasium Lemwerder statt. Schülern der vierten Klassen, die nach den Ferien das Gymnasium besuchen, sollte die Schule vorgestellt werden. So konnten sie sich ein Bild von den Lehrkräften, den Fachräumen und den Unterrichtsmethoden machen. „Ganz wichtig ist so ein Schnuppertag, um Ängste abzubauen und Fragen zu beantworten“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Thomas Reinsch.
Im Naturwissenschaftsraum und im Musikraum gab es Experimente und Vorführungen. Rebecca, Sarah und Melanie aus der 7c maßen Herztöne und den Blutdruck der Besucher. Physiklehrer Heiko Gawronski hatte allerlei technische Versuche aufgebaut. Besonders begeistert waren die Kinder von der Influenzmaschine, mit der sich Blitze erzeugen lassen, und von einer interaktiven Wandtafel. In den Fächern Latein, Französisch und Physik gab es Schnupperstunden.
Der Förderverein hatte ein Kuchen–Buffet in der Pausenhalle aufgebaut, in der auch Präsentationen von Schulprojekten zu sehen waren. Schülerinnen der Klasse 8a verkauften Obst-Spieße. Auf dem Pausenhof wurde man sogleich von dem Duft von Crêpes empfangen, dazu boten die Schüler der 7a frisch gemixte Erdbeermilchshakes an. Der Erlös geht an das Kinderhilfswerk Misereor. Neben Speisen wurden auf dem Pausenhof alte römische Spiele angeboten, und bei Henrike Seedorf und Jasmin Heinen konnte man das Jonglieren lernen.

 

NWZ, 22. Mai 2010

Frischer Wind im Förderverein
Gymnasium Vorstandswahlen gelingen im zweiten Anlauf – Arbeit besser verteilen

Zur ersten Versammlung waren kaum Eltern erschienen. Nun war die Beteiligung besser:
Renate Henrichs bleibt als Vorsitzende im Amt.

von Gabriele Bode

100422nwzFoerdervereinLemwerder - Aufatmen beim Förderverein des Gymnasiums Lemwerder: Rund 40 Eltern fanden sich zur Wiederholung der Jahreshauptversammlung des Fördervereins am Dienstagabend in der Schule ein. So konnten dieses Mal die Vorstandswahlen stattfinden. „Dieses ist meine letzte Wahlperiode“, erklärte die 1. Vorsitzende und Mitgründerin des Vereins Renate Henrichs. „So langsam gehen mir die Ideen aus. Es wäre schön, wenn jemand anderes dann dieses Amt übernehmen könnte.“ Einstimmig wurde Henrichs für ihre letzte Amtsperiode wiedergewählt.

Die 2. Vorsitzende, Bärbel Poppe, sowie Kassenwartin Petra Leßmann stellten sich nicht mehr zur Wahl. In ihre Ämter wurden Claudia Dähnhardt und Sabine Eisenhauer gewählt. Auch die Kassenprüfer wurden mit Britta Evers und Andrea Kapusta neu ernannt. Um bei Sitzungen beschlussfähig zu sein, müssten fünf Vorstandsmitglieder anwesend sein. Um dieses zu gewährleisten, benötige man Beisitzer, erklärte Renate Henrichs. Ein Vorschlag der Eltern war, aus allen Jahrgängen Beisitzer zu wählen. Die Mütter – Väter stellten sich nicht zur Wahl – ließen sich nicht lange bitten. In einer Blockwahl ernannte man Birgit Jördemann, Bettina Schewerda, Susanne Stehmann, Petra Lutze, Bianka Ludwig, Sabine Heinen, Andrea Ruf und Karin Wagener zu Beisitzern.

Alle waren sich darin einig, dass die anfallenden Aufgaben, wie Bestellungen von Schulkleidung und -büchern besser bewältigt werden können, wenn sie auf viele Schultern verteilt werden. Vom Schülerbeirat wünscht sich der Förderverein mehr Ideen. Sie sollten sich doch an den Verein wenden, der für ihre Interessenvertretung da ist. Für Mitteilungen hängt in der Eingangshalle ein Briefkasten.

 

Bremer Tageszeitungen, Ausgabe: Die Norddeutsche, WEM vom 22.04.2010

Auflösung des Fördervereins doch noch abgewendet

Von Georg Jauken

Lemwerder. Der Förderverein des Gymnasiums Lemwerder ist wieder arbeitsfähig. Die Appelle der Vorsitzenden Renate Henrichs hatten gefruchtet: Beim zweiten Anlauf, eine Jahreshauptversammlung durchzuführen, war die Beteiligung so groß, dass der Neuaufstellung der Vereinsspitze nichts mehr im Wege stand.
Wie berichtet, musste der erste Versuch einer Jahreshauptversammlung im März abgebrochen werden, da der Vorstand weitgehend unter sich blieb, so dass die vorgesehenen Wahlen nicht durchgeführt werden konnten. Da die ersten Schüler das Gymnasium in wenigen Monaten verlassen, scheiden auch einige Eltern aus, die sich wie die zweite Vorsitzende Bärbel Poppe bislang im Förderverein engagierten. Renate Henrichs, die schon zu den Gründungsmitgliedern der Fördervereins zählt und seitdem als dessen Vorsitzende maßgeblich das Vereinsprofil prägte, schlug Alarm: Sollte der zweite Versuch einer Jahreshauptversammlung scheitern, drohe dem Förderverein die Auflösung.
Diese Gefahr ist nun abgewendet. Von den rund 140 Mitgliedern des Fördervereins fanden sich am Dienstagabend mehr als 30 im Musikraum des Gymnasiums ein, dazu einige weitere Eltern, die zu Beginn der Veranstaltung ihre Beitrittserklärung unterschrieben. "So viele waren wir noch nicht einmal bei der Gründungsversammlung", stellte Renate Henrichs erfreut fest. Selbst vom Fehlen der Väter, das sie noch im März zu beklagen hatte, konnte keine Rede mehr sein. Immerhin acht Väter nahmen an der Versammlung teil und wollen sich nun teilweise an künftigen Aktionen und regelmäßigen Aufgaben wie der Verteilung von Büchern oder Schulkleidung beteiligen, die der Förderverein regelmäßig per Sammelbestellung besorgt.
Bei den Neuwahlen des Vorstandes hielten sich die Männer indes zurück. Gewählt wurde eine Mütter-Riege mit der bisherigen Vorsitzenden Renate Henrichs an der Spitze. Eine Vorstandsperiode möchte sie noch weitermachen, um eine nahtlose Übergabe an die Nachfolger zu gewährleisten. In zwei Jahren werde sie jedoch nicht wieder antreten. Ihr Abstand zum Gymnasium sei gewachsen. "Mir fehlen ein bisschen die Ideen", begründete sie diesen Schritt.
Frische Ideen sollen die Neuen im Fördervereinsvorstand einbringen, die neue zweite Vorsitzende Claudia Dähnhardt etwa, die bislang Beisitzerin war, oder auch Sabine Eisenhauer, die künftig anstelle von Petra Leßmann die Kasse führt. Hinzu kommen als Beisitzerinnen Petra Lutze, Susanne Stehmann, Karin Wagener, Andrea Ruf, Bettina Schewerda, Birgit Jordemann, Bianka Ludwig und Sabine Heinen. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

 

NWZ, 21. Mai 2010

Französisch-Diplom für Sprachkompetenz
Acht Schüler am Gymnasium Lemwerder bestehen Sprachtest – Wenige Jungen dabei

gbo

Lemwerder - Am Gymnasium Lemwerder konnten acht Schülerinnen und ein Schüler das französische DELF-Diplom entgegennehmen.

In einer zweistündigen AG wird einmal die Woche für begabte und interessierte Schüler dieser Förderkurs von Französischlehrerin Valerie Wetter seit Schuljahresbegin 2008/2009 angeboten. Zurzeit nehmen zwei Schüler und zehn Schülerinnen daran teil. Der Test, der in Bremen am Institut Francais abgelegt wird und weltweit einheitlich ist, besteht aus vier Teilen, dem Lese-, Hör-, Schreib-und Gesprächsverstehen. Er wird in Lemwerder für den achten bis zehnten Jahrgang klassenübergreifend angeboten und ist in drei Schwierigkeitsgrade (A1, A2, B1) eingeteilt. In Klasse 12 wäre dann noch B2 möglich. A1 und A2 trainieren die elementare Sprachverwendung und bei B1 sowie B2 geht es um die selbstständige Sprachverwendung. „Das Herangehen an die Sprache ist anders als im regulären Unterricht. Es wird viel alltäglicher damit umgegangen“, sagte Wetter. Für die Schülerinnen der 10. Klasse ist es ganz klar, dass sie Französisch als Leistungskurs nehmen.

„Dieser Kurs hilft einem sehr, sich in Französisch zu verbessern“, erklärte Lara Marleen Rautenhaus. Auch die anderen Schüler waren sich einig, dass man sich so hervorragend auf Arbeiten und Abiturprüfungen vorbereiten kann und mit dem Sprach-und Vokabeltraining auch seine Nervosität abbaut. Erstaunlich sei die sehr niedrige Jungenquote. Lorena Kok meinte, dass das wahrscheinlich an der höheren Sprachbegabung bei Mädchen liegt. Auch die Lehrerin machte bezüglich der Männerquote ähnliche Erfahrungen während des Studiums.

Für Lorena ist es wichtig, dass sie ein Zertifikat bezüglich ihrer Sprachkompetenz in den Händen hält, falls sie irgendwann ein Praktikum oder einen Job in einem französischsprachigen Land annehmen möchte.
 

 

NWZ, 16. Januar 2010

Gymnasiastinnen gewinnen Kreisentscheid
HANDBALL Nächste Runde bei „Jugend trainiert für Olympia“ erreicht

 

100116nwzJtfOHandball
So sehen Siegerinnen aus: Die Handball-Mädchen vom Gymnasium fahren zum Bezirksentscheid.

LEMWERDER - Die Handball-Mädchen des Gymnasiums Lemwerder aus den Jahrgängen 1997/98 haben sich für die Bezirksmeisterschaften der Schulen beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert.

Beim Kreisgruppenentscheid in Ganderkesee gewannen die Mädchen des Gymnasiums gegen das Graf-Anton-Günther-Gymnasium aus Oldenburg und gegen die Mädchen des Gymnasiums Ganderkesee in der Wettkampfklasse IV.

Das erste Spiel der Lemwerderanerinnen gegen das GAG aus Oldenburg wurde nur denkbar knapp mit 16:15 gewonnen – und das nachdem sie bereits mit vier Toren Vorsprung geführt hatten. Der Vorsprung hatte wohl einige Spielerinnen unvorsichtig werden lassen: Die Konzentration ließ bei der zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung doch bei einigen Spielerinnen sichtlich nach, so dass sich individuelle Fehler häuften. So wurden beispielsweise in der Schlussphase allein sechs Angriffe wegen Betretens des Kreises von den Schiedsrichtern abgepfiffen. Und auch in der Abwehr wurde nicht mehr konsequent genug gedeckt, so dass die Oldenburgerinnen zu leichten Toren über den Kreis kamen. Ein Punkt Vorsprung rettete aber schließlich den Sieg.

Im zweiten Spiel stellte die Gastgeber-Mannschaft keinen ernsthaften Gegner mehr dar für die Mädels aus Lemwerder – und das obwohl der Trainer mit der Torfrau schon früh eine siebte Spielerin zur Feldspielerin machte. Doch am Ende ließen sich die Lemwerderanerinnen beim Spielstand von 3:7 nicht aus der Ruhe bringen und gewannen überlegen 15:6.

Als Kreisgruppensiegerinnen treffen die Mädchen vom Gymnasium Lemwerder nun bei den Bezirksmeisterschaften in Delmenhorst am 16. Februar wohl auf vier stärkere Gegnerinnen. Dazu drückt die ganze Schule der Mannschaft ganz fest die Daumen – zumal es das erste Mal ist, dass eine Handballmannschaft des Gymnasiums den Bezirksentscheid erreicht.
 

 

Bremer Tageszeitungen, Ausgabe: Die Norddeutsche, WEM, Seite: 6 vom 10.12.2009

Staatssekretär: Noch Schwierigkeiten bei Turbo-Abitur

Von Mario Assmann

091210wkAlthusmannLemwerder. Selbst ein Lehrer raunte: "Jetzt weiß ich, warum meine Chemie-Note war, wie sie war." Gerade hatte er im Gymnasium Lemwerder den Raum für Naturwissenschaften betreten und von "Wasserstoffbrückenbindung" gelesen. Der neben dem Pädagogen stehende Besucher räumte gar ein, Chemie nach der zehnten Klasse abgewählt zu haben. Bis zur Promotion und an die Spitze des Schulwesens ist es dennoch zu schaffen: Besagter Besucher war Bernd Althusmann, CDU-Staatssekretär im Landeskultusministerium - und gestern zum Termin in Lemwerder.
Gemeinsam mit Parteifreund Björn Thümler, Landtagsabgeordneter aus Berne, informierte sich Althusmann bei Schulleiterin Marianne Weigel und ihrem Stellvertreter Thomas Reinsch über das Lemwerderaner Gymnasium. Darüber hinaus diskutierte er mit der Klasse 10a Bildungsfragen. Das dominierende Thema: das Turbo-Abi. Nahezu jede Wortmeldung und Frage der Gymnasiasten bezog sich auf das Abitur nach einer auf zwölf Jahre verkürzten Schulzeit. Verwundern konnte dies nicht. Das Turbo-Abi zählt zu den umstrittensten Projekten der Landesregierung und ließ den Stuhl von Althusmanns Chefin, Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU), im Sommer heftig wackeln. Erst im vergangenen Monat wurde in Niedersachsen das "Volksbegehren für gute Schulen" gestartet, das unter anderem auf die Rückkehr zum Regel-Abitur nach 13 Jahren abzielt.
"Fragt! Einen Eintrag ins Klassenbuch gibt es nicht", leitete Althusmann die Runde ein, um sogleich nach seiner Haltung zum Turbo-Abi befragt zu werden. Der Staatssekretär, im Juni dieses Jahres ins Amt gekommen und schon als Heister-Neumanns Nachfolger gesehen, betonte, aus seiner Sicht sei die Reform notwendig. Im europäischen Vergleich würden die deutschen Schüler spät in das Berufsleben einsteigen. Es gelte nachzuziehen, weshalb die Bundesländer das verkürzte Abitur bis spätestens 2015 einführen wollten. Die Beispiele Finnland oder Italien zeigten, dass die Hochschulreife nach zwölf Jahren machbar sei.
Als eine Lemwerderaner Gymnasiastin beklagte, die Umstellung sei schlecht organisiert und gleiche einem Durcheinander, gestand Althusmann ein, dass es "noch Umsetzungsschwierigkeiten" gebe. "Unsicherheiten bei den Lehrplänen" oder Kinder, die abends ein erhebliches Pensum an Hausaufgaben abzuarbeiten hätten - derartiges sei ihm bekannt und bewusst, sagte der Vater einer Achtklässlerin und eines Fünftklässlers. Doch irgendwann habe die Reform, die auch den Schülern dienen solle, nun einmal kommen müssen; sie lasse sich "nicht geräuschlos" machen.
Wie sich die Situation darstellt, wenn im Jahr 2011 die ersten "Turbo-Abiturienten" zusammen mit dem älteren Jahrgang auf den Ausbildungsmarkt drängen, wollte schließlich ein Schüler wissen. Althusmann versicherte, die Regierung in Hannover arbeite an einem nahtlosen Übergang für den doppelten Abi-Jahrgang. So sorge das Wissenschaftsministerium unter Lutz Stratmann (CDU) "mit Hochdruck" für eine ausreichende Zahl an Studienplätzen, eine adäquate Hochschulausbildung sei dem Doppeljahrgang sicher.
Die Qualität des niedersächsischen Abiturs wiederum, meinte der 43-jährige Althusmann, liege ohnehin über dem Bundesdurchschnitt: "Sie bekommen eine sehr gute Ausbildung", sagte er zur Klasse 10a. "Vor allem in Lemwerder", merkte Thomas Reinsch lächelnd an.

 

NWZ, 10. Dezember 2009

Schüler klagen über Lernstress
GYMNASIUM Staatssekretär diskutiert mit Klasse über Turbo-Abitur

VON ANJA BIEWALD

091210nwzAlthusmannLEMWERDER - Einmal einen Politiker in die Mangel nehmen: Diese Gelegenheit ließen sich am Mittwoch die Schüler der Klasse 10 a des Lemwerderaner Gymnasiums nicht entgehen. Sie brachten beim Besuch von Dr. Bernd Althusmann (CDU), Staatssekretär im niedersächsischen Kultusministerium, Kritik zum Turbo-Abitur nach zwölf Schuljahren an. Dabei wurde deutlich: Die Jugendlichen halten nicht viel davon, sie hätten ihre Prüfung lieber erst nach 13 Jahren abgelegt.
Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Björn Thümler (CDU) hatten die Schulleiterin Marianne Weigel und ihr Stellvertreter Thomas Reinsch den Staatssekretär eingeladen, um sich ein Bild von der Arbeit in dem noch jungen Gymnasium zu machen.
Die Klasse 10a hatte im noch neuen Fachraum für Naturwissenschaften gerade Chemie bei Silke Oetker, als das Thema von Wasserstoffbrückenbindungen zur Bildungspolitik des Landes wechselte. Die Jugendlichen sind besorgt: Der Lernstress sei hoch, der Druck gestiegen und sie sind mit der Schule 2011 fertig, wenn zwei Abiturjahrgänge gleichzeitig – nämlich einer mit dem Abschluss nach 13 und einer nach 12 Jahren – auf den Arbeitsmarkt und in die Hochschulen drängen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dieses Problem zu lösen“, sagte Althusmann. Die Zahl der Studienplätze sei bereits deutlich erhöht worden. „Ins kalte Wasser geworfen“ fühlten sich hingegen die Jungen und Mädchen mit der Einführung des Turbo-Abiturs. „Umsetzungsschwierigkeiten kann niemand bestreiten, die Übergangszeit ist problematisch“, räumte Althusmann ein: „Aber ich halte die Entscheidung für die Verkürzung der Schulzeit persönlich zutiefst für richtig.“ Das Abitur nach zwölf Jahren sei für ihn eine Frage der Organisation und der Struktur, der frühere Berufseinstieg wichtig. „Sie bekommen hier eine sehr gute Ausbildung. Gute Schule steht und fällt mit engagierten Lehrern, Eltern und Schülern.“

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, Seite: 6 vom 02.12.2009

Vorlesewettbewerb entschieden
Alena Stolte und Arian Schill* in der nächsten Runde

Von Christian Pfeiff

Lemwerder. Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Gymnasium Lemwerder an dem bundesweiten Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels für 6. Klassen. Im Rahmen eines Schulentscheids wurden unlängst die beiden Sieger ermittelt, welche die Schule im Februar beim Kreisentscheid der Wesermarsch repräsentieren werden.
Leicht machten es die Juroren sich selbst und den fünf Kandidaten, die zuvor durch die jeweiligen Klassenverbände nominiert wurden, dabei nicht: Neben einer Leseprobe aus einem selbst ausgewählten Buch mussten die Teilnehmer in der ersten Wettbewerbsrunde auch eine gleichwohl adäquate als auch möglichst anschaulich gestaltete Inhaltsangabe des betreffenden Werkes zum Besten geben.
Neben moderneren Veröffentlichungen wie Scott Westerfelds "Ugly" fiel die Wahl der Teilnehmer hierbei vor allem auf nach wie vor populäre und bekannte Kinder- und Jugendbuchklassiker wie Astrid Lindgrens "Mio, mein Mio", Otfried Preußlers "Krabat" oder aber auch J.R.R. Tolkiens "Der kleine Hobbit".
Alle Kandidaten glänzten hier ausnahmslos durch tadellose Vorbereitung, weshalb sich in den Augen der vierköpfigen Jury, der neben dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Reinsch und Deutschfachlehrkraft Anne Ahrens-Verbeek auch Vorjahressieger Julian Teichmann sowie eine Repräsentantin der Vegesacker Stadtbibliothek angehörten, noch kein einhelliges Urteil fällen ließ.
Doch Organisator Hartmut Härtel, wie Ahrens-Verbeek ebenfalls gymnasiale Deutschfachlehrkraft, hatte für das Teilnehmerfeld noch eine zweite und mangels Vorbereitungsmöglichkeit weitaus kniffliger zu bewältigende Aufgabe vorbereitet: Aus dem Stehgreif mussten die Kandidaten je einen zweiseitigen Abschnitt aus Kai Meyers Roman "Die Wellenläufer" zum Besten geben.
Auch hierbei waren Sprachfluss, Betonung und Tempo maßgebliche Bewertungskriterien der einzelnen Vorträge. Schlussendlich konnten sich Alena Stolte und Arian Schill gegen ihre ebenfalls lobend zu erwähnenden Mitbewerber Mara Humpe, Lara Marschalek und Jan Hennemann durchsetzen. Neben dem Einzug in die nächste Wettbewerbsrunde wurden beide seitens des Gymnasiums mit Überraschungsbüchern belohnt.

Anmerkung seitens des Gymnasiums Lemwerder: Leider hat sich hier in dem Pressebericht ein Fehler eingeschlichen. Nur Alena hat sich für die nächste Runde qualifiziert, da von jeder Schule nur ein(e) Teilnehmer(in) gemeldet werden kann.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 6 vom 29.10.2009

Fertigstellung am Ende eines langen Weges

Gymnasium Lemwerder weiht neue Bauten offiziell ein / Landrat Michael Höbrink: Schule auf Erfolgskurs

Von Mario Assmann

091029wkEinweihungsfeierLemwerder. Mit einer Feierstunde haben gestern Schüler, Lehrer und Gäste die Erweiterungsbauten am Gymnasium Lemwerder eingeweiht. Damit stehen der Schule ein neuer Verwaltungs- sowie Klassentrakt zur Verfügung. 2,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, 4000 Tonnen Material sind verbaut worden. Nach jahrelangen Bauarbeiten soll sich nun allein auf das Lernen und Lehren konzentriert werden können. "Was lange währt, wird endlich gut", gab denn auch Rektorin Marianne Weigel als Motto aus.
"Das Gymnasium ist auf absolutem Erfolgskurs", stellte Landrat Michael Höbrink fest. Er selbst bereue keinen hier investierten Euro. Im Gegenteil, als "notleidender Landkreis" könne man froh sein, noch Geld für die Bildung zu haben. Überhaupt sei die einstige Entscheidung, in Lemwerder ein Gymnasium anzusiedeln, "goldrichtig" gewesen. So müssten die Schüler aus der südlichen Wesermarsch nicht extra nach Delmenhorst pendeln, sagte Höbrink in seiner Ansprache, die - wie der gesamte Festakt im neuen Klassentrakt - per Kamera in die Aula übertragen wurde.
Bis zum gestrigen offiziellen Abschluss der Gesamtbaumaßnahme war es ein steiniger Weg. Daran erinnerte nicht nur Weigel, nach deren Worten die Schüler einiges ausgehalten haben. Der Hintergrund: Im Jahr 2005 eröffnet, musste das Gymnasium bereits ein Jahr später in Container ausweichen, weil Asbestfunde eine vollständige Entkernung erzwangen. Dies beschrieb Lemwerders Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann gestern bildhaft: "Kurz nach der Geburt ist das Kind schwer krank geworden." Noch während der Asbestentfernung stellte das Schulamt einen Bedarf nach weiteren Schülerplätzen fest, sodass im Frühherbst 2008 erneut die Bauarbeiter anrückten - und die nun vollendete Erweiterung in Angriff nahmen.
Noch immer werden Materialien angeliefert, gehen Handwerker ein und aus. Doch es sind lediglich "Kleinigkeiten", wie Weigel es nannte, die noch ausstehen. Der Unterricht im neuen Klassentrakt mit seinen fünf Klassenzimmern und zwei Fachräumen läuft bereits seit vergangener Woche, der Verwaltungstrakt ist sogar schon im September in Betrieb gegangen, erläuterte gestern Thilo Früchtnicht. Als Vertreter des Kreisfachdienstes Bauen hat er die Erweiterung konzipiert und war zuletzt nahezu täglich im Gymnasium anzutreffen. Für die Projektrealisierung dankten ihm Weigel und Stellvertreter Thomas Reinsch besonders. Früchtnicht habe für ihre Anliegen stets ein offenes Ohr gehabt.
Der Diplom-Ingenieur selbst nannte die Erweiterung einen "fairen Kompromiss", erinnert lächelnd an den ersten anrückenden, gleich steckengebliebenen Bauwagen und stellte einen ausgefallenen Vergleich an: Die 1350 Meter Pfähle, die hier in den Boden gebracht worden seien, würden 350 übereinander gestapelten Elefanten entsprechen. Weigel wiederum hob auf die Zahl 330 ab. Immerhin besuchen so viele Mädchen und Jungen das Gymnasium, womit es die größte Schule in Lemwerder ist. Das Einzugsgebiet erstreckt sich bis nach Berne. Dessen Bürgermeister Franz Bittner sagte in der neuen Pausenhalle: "Es gibt Tage, da geht man gerne zur Schule. Heute ist ein solcher Tag." Für Letzteres sorgte auch der musikalische Teil des Festakts. Die Klasse 7a sang den "Green-Day"-Hit "Wake Me Up When September Ends"; Französischschüler traten als "Tous Ensemble" auf. Und Schüler der Klasse 10a bekamen unter anderem für "Against All Odds" von Phil Collins viel Beifall, den Pastor Thomas Cziepluch von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde für die Bitte um Beistand bekam: "Gott segne und beschütze die Menschen in diesem Haus." Zuvor hatte er den langen Weg bis zur Fertigstellung der Erweiterung mit einer "Durststrecke" verglichen, während der man Fantasie brauche, um nicht nur Bausteine zu sehen. Gemessen daran hat das Gymnasium Lemwerder seine Fantasie unter Beweis gestellt.

 

NWZ, 29. Oktober 2009

Endlich raus aus den Containern

FESTAKT Einweihung neuer Erweiterungsbauten am Gymnasium Lemwerder

2,2 MILLIONEN EURO WURDEN AN DER SCHULE INVESTIERT. DAS SEI „GUT ANGELEGTES GELD“, SAGTE LANDRAT MICHAEL HÖBRINK WÄHREND DES FESTAKTES AM MITTWOCH.

VON ANJA BIEWALD

091029nwzEinweihungsfeierLEMWERDER - Erst kam für das Gymnasium Lemwerder im Jahr 2006 die Hiobsbotschaft von der Asbestverseuchung, dann wurde die Schließung des Gebäudes angeordnet, worauf unzählige Unterrichtsstunden in Containern unter nicht gerade optimalen Bedingungen folgten. Und nun das: Die neuen Erweiterungsbauten sind fertig, wurden am Mittwoch feierlich eingeweiht und damit läuft der Schulbetrieb am Gymnasium nun endlich so wie er sollte – nämlich in einer freundlichen Umgebung.

In der neuen Aula war während des Festaktes spürbar, wie schwierig die vergangenen Jahre für das Kollegium und die Schüler waren und wie stark aber genau dadurch der Zusammenhalt am Gymnasium ist. Die Schüler jubelten nach den Festreden, die Schulleiterin Marianne Weigel brachte ihren Stolz zum Ausdruck und die Vertreter aus der Politik äußerten ihre Freude.

„Wir haben seit dem Frühjahr 2006 auf diesen Tag heute gewartet“, sagte Weigel. Und weiter an die Schüler gerichtet: „Ich danke Euch dafür, dass Ihr alles sehr geduldig ausgehalten habt.“ Auch für das „fantastische Kollegium“ fand die Schulleiterin Worte des Dankes, ebenso wie für die Angestellten der Schule und die Gemeinde. Doch besonderer Dank gelte Architekt Thilo Früchtnicht, der immer ein „offenes Ohr für alle Anliegen“ gehabt und ständig nach „praktikablen und finanzierbaren Lösungen gesucht“ habe. Als Geschenk gab es einen Rundflug mit dem stellvertretendem Schulleiter Thomas Reinsch – natürlich über die Schule hinweg. Von oben wollen beide bewundern und fotografieren, was an dem Standort für 2,2 Millionen Euro entstanden ist.

„Wir können stolz auf eine solche Einrichtung in der südlichen Wesermarsch sein“, sagte Hans-Joachim Beckmann. Dies sei für ihn als Lemwerders Bürgermeister ein besonderer Tag: „Die Schule ist aus allen Problemen gestählt hervorgegangen. Dabei wollten uns viele an diesem Projekt hindern.“

Landrat Michael Höbrink darf sich laut Schulleiterin als Pate des Gymnasiums fühlen. Und der machte in seiner Ansprache ein Versprechen: „Wir werden keine üblen Containerzeiten mehr hier haben. Wenn’s sein muss, erweitern wir hier noch mal.“ Höbrink machte deutlich, dass die Entscheidung, in Lemwerder ein Gymnasium einzurichten, für den Landkreis die richtige war. Die Neubauten seien nun „gut angelegtes Geld“.

Und was die Schüler für 2,2 Millionen Euro bekommen haben, veranschaulichte Thilo Früchtnicht mit einigen Beispielen aus dem Baualltag: 4000 Tonnen Material sind verbaut worden. 1350 Meter Pfähle wurden im Boden verankert, was viereinhalb Eiffeltürmen übereinander entspricht.

Jetzt gehört das Gymnasium Lemwerder den Schülern. Und die sagten gut gelaunt auf musikalische Art und Weise „Danke“: beispielsweise mit dem Stück „Against All Odds“ – gegen alle Schwierigkeiten.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche WEM, Datum: 17.09.2009

Großer Andrang: Gymnasiasten haben das Nachsehen

Von Christina Denker

Lemwerder. Für jene Familien, deren Kinder die Eschhofschule in Lemwerder besuchen, ist der dortige Mittagstisch zum Nulltarif , ein aktueller Beschluss des Kreistages, eine feine Sache. Das Nachsehen haben die Schüler des angegliederten Gymnasiums - es gibt ein Platzproblem.
Kostenloses Mensa-Essen gibt es an der Eschhofschule. Doch das macht auch Probleme.
Der kostenlose Mittagstisch in der Eschhofschule wurde mit Anfang des neuen Schuljahres eingerichtet. Vorher musste für das warme Essen bezahlt werden.
Die Schüler des angegliederten Gymnasiums haben mit dieser Entscheidung jedoch das Nachsehen: Das Interesse der Haupt- und Realschüler der Eschhofschule an einem kostenfreien Essen ist derart groß, dass die Bildungsstätte das gewohnte Essensangebot für die externen Gymnasiasten nicht mehr aufrecht erhalten kann. Aus Platzgründen.
Nun ist guter Rat teuer. Schließlich gibt es am Gymnasium, das anders als die Eschhofschule nicht als Ganztagsschule geführt wird, zwei AG-Nachmittage, hinzu kommen zwei weitere, an denen ganz normal unterrichtet wird. Auch die Eltern sind verärgert. Etwa darüber, dass der Landkreis als Schulträger offenbar nicht an die weitere Versorgung jener Kinder am Gymnasialzweig gedacht habe, die in den vergangenen vier Jahren regelmäßig das Essensangebot an der benachbarten Eschhofschule wahrgenommen haben.
Spekuliert wird, dass die Kreisbehörde vermutlich nicht damit gerechnet habe, dass das Interesse an einem kostenlosen Mensa-Essen so groß sei, heißt es. „Kurzsichtig ist das“, wird kritisiert. Die Rektorin des Gymnasiums, Marianne Weigel, ist vor allem überrascht von der kurzfristigen Kündigung des Essensangebots durch die Leitung der Eschhofschule. „In einem Gespräch beider Schulleitungen konnte weder ein Aufschub, noch eine Rücknahme dieser Kündigung erreicht werden“, schreibt sie in einem Brief an die Eltern.
Laut der Statistik des Gymnasiums nahmen im vergangenen Schuljahr an Mon- und Dienstagen je vier Schüler, mittwochs 19 Schüler und donnerstags sieben Schüler die Mensa der Eschhofschule in Anspruch. Das Gymnasium will nun versuchen, die Versorgungslücke zunächst mit Bordmitteln zu bekämpfen.
Erster Schritt: Das Angebot des Schulkiosks soll erweitert werden. Gleichzeitig, so Marianne Weigel, soll es am Kiosk künftig zwei Ausgabestellen geben. Das deshalb, um einen zügigen Warenverkauf zu ermöglichen. Das bisherige Personal könne diese Aufgabe allein jedoch nicht mehr bewerkstelligen. Deshalb sucht die Schule für zwei Wochentage, dienstags und mittwochs, Frauen und Männer, die gegen ein Entgelt im Kiosk mitarbeiten. Später dann, „wenn sich auf diese Art und Weise die Verpflegung gut eingespielt hat“(Weigel), soll der zweite Schritt in Angriff genommen werden: Geplant ist nämlich, einen Lieferservice unter Vertrag zu nehmen, der über das Kiosk-Angebot hinaus für warme Mahlzeiten sorgen soll.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche WEM, Seite: 5 Datum: 27.08.2009

Mathematik als Ausstellung
"Alles ist Zahl": Nicht nur für Schüler, sondern auch für Gäste

Von Iris Messerschmidt

090827wkMatheausstellungLemwerder. Was haben die Liebe und eine Zahlenreihe gemeinsam? "Sie sind unendlich!" Befinden zumindest die Schüler der Klasse 9b des Gymnasiums Lemwerder. Ihre selbst erarbeiteten Ergebnisse der Wanderausstellung "Alles ist Zahl" präsentierten sie ihren Mitschülern.
Das vergangene Jahr war vom Bundesforschungsministerium zum Jahr der Mathematik ausgerufen worden. Ein Jahr lang sollte die Mathematik im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Aktivitäten unterschiedlichster Art gaben dazu Einblicke in die überaus vielfältige Welt dieser Disziplin. Das faszinierte auch die Gymnasiasten in Lemwerder. So wurden einige Aktionen zum Thema Mathematik kurzerhand verlängert.
Besonderen Anklang findet hier die Ausstellung "Alles ist Zahl". Die Bilder des Schweizer Künstlers Eugen Jost aus Thun tragen Namen wie "Hardys Taxi", "Pisa, Cambridge, Bern", "Ein Spaziergang mit Herrn Euler" oder "Girasole" und "Mittelmeergeometrie". Sie sind alle höchst unterschiedlich, haben aber dennoch einen gemeinsamen Hintergrund: die Mathematik.
Diese Bilder erzählen Geschichten, sie machen neugierig auf Personen und Inhalte. Mathematische Theorien sowie Problemstellungen und deren Lösungen sprechen nicht nur den Intellekt an, sondern auch Gefühle und ästhetisches Empfinden - vergleichbar mit künstlerischen Aktivitäten.
Genau dies sollten auch die Gymnasiasten erfahren. Als Mathematiker agierten sie gleichzeitig wie Dichter, Komponisten oder Maler und schaffen Motive, Strukturen und Muster. Der Haupttenor: "Die Unendlichkeit". Ob allgemein gehalten, "eine Zahlenreihe kann immer erweitert und so unendlich groß oder auch klein sein", in Bildern verewigt, "das Herz als Symbol unendlicher Liebe", in Stil- und Ausdrucksform oder als komplexes geometrisches Gebilde, Fraktale, hier anhand eines so genannten Schneeflockenmodells demonstriert, "obwohl der Flächeninhalt gleich bleibt, besteht die Möglichkeit, unendlich viele gleichschenkelige Dreiecke hinzuzufügen." Spaß, Neugier und Forscherdrang sind es, die bei dieser Form der Auseinandersetzung im Vordergrund stehen sollen. Die Mathematik als Teil des Lebens, als variationsreiche Möglichkeit, sich dem Thema zu nähern. So ist die Ausstellung auch ganz eng nicht nur in den Mathematik-, sondern auch in den Kunstunterricht eingebunden.
Für Gäste, die sich für Mathematik und Kunst interessieren, bietet sich heute, Donnerstag, 27. August, von 13.30 bis 15 Uhr die Möglichkeit, die Ausstellung - ohne Präsentation - in der Pausenhalle des Gymnasiums Lemwerder zu besuchen.

 

NWZ 21. Juli 2009

Lernen fürs Leben

Flexibel: So soll sie sich zeigen, die Jugend auf dem Arbeitsmarkt. In Lemwerder lernen die Schüler diese Fähigkeit schon in der Schule. Ob Pauken im Gemeindehaus oder im Container: am Ende zählt das Ergebnis. Dass der Anbau am Gymnasium einen Monat später fertig wird, hat keinen Einfluss auf den vollen Stundenplan.
Schüler und Lehrer lassen sich von diesen Bedingungen nicht schrecken. Gelobt wird ihre Kreativität und ein überdurchschnittliches Engagement. So wird aus einer Notlösung eine Lektion fürs Leben.
Die Autorin erreichen Sie unter
Kloth@infoautor.de

 

Container bleiben auf dem Hof
Neubau am Gymnasium nicht rechtzeitig fertig – Einzug im September

SCHULD AN DEN FÜNF WOCHEN VERZÖGERUNG IST DIE INSOLVENZ EINER AM BAU BETEILIGTEN FIRMA. AUSGELAGERT WERDEN ZWEI WEITERE KLASSEN.

VON FRIEDERIKE KLOTH

LEMWERDER - Schulklassen in Containern – das sollte es eigentlich am Gymnasium Lemwerder nach den Sommerferien nicht mehr geben.
Doch entgegen den ersten Planungen des Landkreises können die Schüler den neuen Klassentrakt zu Schulbeginn noch nicht beziehen. „Die Bauarbeiten verzögern sich um ungefähr fünf Wochen“, sagte Thilo Früchtnicht vom Bauamt des Landkreises Wesermarsch. Grund sei die Insolvenz einer am Neubau beteiligten Firma. „Entstanden ist diese Verzögerung schon Anfang des Jahres“, so Früchtnicht. „Wir haben nun mit dem Innenausbau in der neuen Verwaltung begonnen. Die Schulklassen sind nächste Woche dran.“ Das neue Gebäude könne die Schule wahrscheinlich ab Anfang September nutzen.

Schüler ausgelagert
Durch die Verzögerung müssen nun einige Klassen länger in den provisorischen Containern unterrichtet werden. Zwei weitere Klassen werden in die Eschhofschule und die Räume der evangelischen Gemeinde ausgelagert. „Wir haben dem Landkreis bei der Organisation unsere Hilfe angeboten. Möglich wäre auch eine Zusammenarbeit mit den Sportvereinen“, sagte Bernhard Martens, Leiter des Bauamts in Lemwerder.

Mit dem Bau der Erweiterung wurde im vergangenen Jahr begonnen. Es entstehen zwei Geschosse mit Klassenzimmern und Fachräumen. Weitere Räume sind für die Verwaltung vorgesehen. Die Kosten für das Projekt betragen 2,2 Millionen Euro. Bereits seit 2007 müssen am Gymnasium Klassen in Containern unterrichtet werden. 2005 erlebte die Schule einen holprigen Start, als sie nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung wegen einer hohen Schadstoffbelastung wieder geschlossen werden musste.

Lob für Lehrer
„Es ist sicherlich niemand begeistert über die neue Verzögerung“, sagte Renate Henrichs, Vorsitzende des Fördervereins der Schule, am Montag. „Aber es ist ja nicht zu ändern. Und wenn die Räume wirklich schon Anfang September fertig sind, ist es ja geschafft.“ Sie habe vor allem viel Hochachtung vor den Lehrern. „Sie sind alle trotz der oft widrigen Umstände immer noch engagiert dabei. Niemand hat die Schule aufgegeben.“

 

NWZ, 08. Juni 2009

Grundschüler lernen wie die Großen
BILDUNG Tag der offenen Tür am Gymnasium Lemwerder – Schnupperunterricht in den Fächern Physik und Biologie

VON RENATE DETJE

AUCH AN DIE LATEINISCHE SPRACHE TRAUTEN DIE KINDER SICH HERAN. ZAHLREICHE ELTERN BEGLEITETEN SIE DABEI.

090608nwzTdoTLEMWERDER - „Filius heißt Sohn, Filia heißt Tochter.“ In nur zehn Minuten lernte Anna Irene in der Lateinschnupperstunde bei Fachlehrerin Kirsten Biermann, wie die Personen einer Familie auf Latein heißen.
Noch besucht Anna Irene die Grundschule-Mitte, doch nach den Sommerferien wird sie zum Gymnasium gehen. So wie ihr, geht es auch Pierre. Die Wurzeln für seinen Berufswunsch Wissenschaftler zu werden möchte er in Lemwerder am Gymnasium legen. Allerdings legt er seinen Fremdsprachenschwerpunkt auf die französische Sprache.
Beide nutzten, wie rund sechzig Mädchen und Jungen mit ihren Eltern auch, den Tag der offenen Tür am Gymnasium. Die Schulleitung, die Lehrkräfte, zahlreiche Schüler und der Förderverein hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den zukünftigen Schülern einen umfangreichen Einblick in das Alltagsleben an ihrer Schule zu geben. Neben der Fremdsprache Latein konnte man sich auch schon einmal in die französische Sprache einhören. Physik zum Anfassen bot Fachlehrerin Beate Meents, während in anderen Klassenräumen chemische Abläufe demonstriert wurden. In der Pausenhalle wurde durch den Förderverein ein Eltern-Cafe mit kleinen Leckereien angeboten. Einige Stände informierten über die Schulkleidung, Lesetagebücher oder das Nachhilfesystem „Schüler unterrichten Schüler“. Römische Spiele und Musikunterricht zum Hören und Mitmachen rundeten das Programm ab. Bereits zum vierten Mal öffnete das Gymnasium für einen
Schnuppertag seine Türen. „Mit den neuen Schülern nach den Sommerferien, beschulen wir nun alle Jahrgänge und sind somit erwachsen,“ sagte Schulleiterin Marianne Weigel.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche WEM, Seite: 5 Datum: 08.06.2009

  Veranstaltung mit Motivationseffekt
Tag der offenen Tür vermittelte Einblicke in Schulalltag

Von Christian Pfeiff

090608wkTdoTLemwerder. "Mit Euch wird unser Gymnasium sozusagen erwachsen", eröffneten Schulleiterin Marianne Weigel und Stellvertreter Thomas Reinsch den derzeitigen Viertklässlern, die in großer Anzahl gemeinsam mit ihren Eltern den Tag der offenen Tür des Gymnasiums Lemwerder frequentierten. Mit dem Einzug der künftigen fünften Jahrgangsstufe nach den Sommerferien werden erstmals seit der Schulgründung alle Jahrgänge des Gymnasiums durchgehend beschult.
Um den künftigen Sekundarstüflern den Wechsel von der Grundschule auf die Gymnasialbänke ein wenig zu vereinfachen und bereits vorab eine kleine Orientierung durch den Schulalltag zu ermöglichen, zählt der maßgeblich von Fachlehrkraft Kirsten Biermann organisierte Tag der Offenen Tür seit den Anfangstagen der Schule zu den regelmäßigen Jahresveranstaltungen.
Kongruent zu der Menge der Schülerschaft wächst auch dessen Umfang. So hatten in diesem Jahr acht von derzeit insgesamt elf Gymnasialklassen Präsentationen und Mitmachangebote vorbereitet, die den potentiellen Schulkameraden auf bisweilen recht spielerische Art motivierende Einblicke in die Unterrichtsinhalte gewährten.
Experimentierfreudige Besucher erwarteten im Raum der Klasse 8b chemische Versuchsaufbauten mit einfachen Alltagsutensilien. Im Raum der Parallelklasse hatte man sich der Biologie verschrieben und vermittelte sowohl anhand detaillierter Modelle plastische Einsichten in die organische Anatomie des menschlichen Körpers als auch mikroskopische Perspektiven auf die Welt der Insekten. Musisch interessierte Besucher konnten derweil im Musikraum einer öffentlichen Probe der schulinternen Songgruppe samt begleitendem Instrumentalkörper beiwohnen oder sich bei den "römischen Spielen" der Lateinklassen vergnügen. Diese bestanden aus Frühformen von "Mühle" und "Dame", die epochengerecht mit Kieselsteinen gespielt wurden.
Die Klasse 9a lud derweil dazu ein, etwaige Wissenslücken zu historischen Themen zu schließen, während die derzeitigen Fünftklässler gemeinsam mit ihren potentiellen Nachfolgern samt elterlichen Anhang Führungen durch das gesamte Schulgelände veranstalteten.
Auch in der Aula herrschte durchgehend reger Betrieb. Der Förderverein des Gymnasiums versorgte wissbegierige Gäste sowohl mit Informationen zum Vereinswesen als auch zu der im letzten Jahr eingeführten Schulkleidung. Mutige Besucher konnten sich auch den kniffligen Fragen eines Intelligenztests stellen, welche die Schüler der mathematischen Begabtenförderkurse erarbeitet hatten. "Die Resultate werden natürlich öffentlich ausgehängt", ulkte Thomas Reinsch, der sich gemeinsam mit Lehrerkollegium und Schulleitung der geduldigen Beantwortung zahlreicher Elternfragen widmete.
Zu den meistfrequentierten Angeboten zählte auch der Crépes- und Milkshake-Stand, der sich als Ausgleich zur reichhaltig vorhandenen geistigen Nahrung dem leiblichen Wohl der Besucher zuwandte. Die Einnahmen des Verkaufs fließen in karitative Projekte des bischöflichen Hilfswerks "Misereor" zugute.Für zahlreiche künftige Gymnasiasten dürfte auch der Schnupperunterricht in Latein und Französisch eine große Hilfestellung bezüglich der Wahl der zweiten Fremdsprache dargestellt haben. "Ein Kind verließ mit leuchtenden Augen den Französischunterricht in der festen Überzeugung, die passende Zweitsprache gefunden zu haben", berichtet Schulleiterin Weigel über die motivierenden Effekte der Informationsveranstaltung.
Die Anmeldung künftiger Fünftklässler ist am 15. Juni von 15.00 bis 18.00 Uhr sowie am 16. Juni von 8.00 bis 11.00 Uhr im Sekretariat des Gymnasiums möglich. Neben einem Anmeldebogen, der sowohl über das Sekretariat als auch übers Internet erhältlich ist, sind hierzu Kopien der Geburtsurkunde, der Schullaufbahnempfehlung sowie beider Zeugnisse der vierten Klasse erforderlich. Weitere Informationen im Internet unter www.gymnasium-lemwerder.de.

 

NWZ, 29. Mai 2009

Kasatschok beim Kulturabend
BILDUNG Gymnasium Lemwerder präsentiert Musik & Co.

von Anja Johannsmeyer

DIE SCHÜLER SPIELTEN THEATER UND SANGEN BEATLES-SONGS. ZAHLREICHE BESUCHER WAREN BEGEISTERT.

090529nwzKulturabendLEMWERDER - Musik und Theater versprach der mittlerweile 3. Kulturabend des Gymnasiums Lemwerder, der am Mittwoch im Spiegelsaal der Ernst-Rodiek-Halle stattfand und fast schon zu „einer Tradition“ (Schulleiterin Marianne Weigel) geworden ist. Zum „Kulturabend“ strömten regelrechte Heerscharen von Eltern und Verwandten der Schülerinnen und Schüler, um sich die Darbietungen ihrer Schützlinge nicht entgehen zu lassen. Im Publikum saß auch eine Schülergruppe aus Frankreich. 19 Mädchen und Jungen der Klassen 7 bis 9 aus Saint-Medard-de-Guizères (nahe Bordeaux gelegen), lernen in dieser Woche Schule, Gemeinde und Region kennen.

Da kam es den französischen Austausschülern natürlich gelegen, auch ein Stück auf Französisch zu hören. Die DELF-AG, das sind Mädchen und Jungen, die während ihrer Schulzeit ein französisches Sprachzertifikat ablegen, trugen mit „Je fume“ eine kleines aufgearbeitetes Rollenspiel aus dem französischen Buch „Le petit Nicolas“ von Rene Goscinny und Jean-Jacques Sempe vor.

Englisch lernen die Jungs und Mädchen am Gymnasium ja alle, so dass es bei „Rush hour in the kitchen“, ein kleines Theaterstück, das Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a komplett auf Englisch vortrugen, keine Verständigungsschwierigkeiten gab. Von „Löchern und Geheimnissen“ handelte die etwas andere, nämlich personifizierte Nacherzählung ihrer längst gelesenen Lektüre „Löcher“ von Louis Sachar, in der Palindrome – Wörter oder Sätze die von vorne nach hinten und anders herum gelesen das Gleiche bedeuten – eine Rolle spielten.

Musikalisch ging es ebenfalls sehr abwechslungsreich zu. Die Songgruppe der Schule sowie die Band Sayuri spielten den Song „Boulevard of broken Dreams“ der amerikanischen Punkband „Greenday“. Ebenfalls für ein seichtes Stück von „Greenday“, nämlich „Wake me up when september ends“, hatten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 6b entschieden. Fünf Schülerinnen der 5a trugen „Let it be“ von den Beatles, ein finnisches Tanzlied und „Kasatschok“ vor. Mit dem „Gladiatorenkampf in der Arena“ führte die Klasse 6c ihre ganz eigene „Schlacht von Altenesch“ auf.

 

Bremer Tageszeitungen, 29. Mai 2009, Die Norddeutsche, Seite 6

Swingend auf den Spuren des "Pink Panther"
Unterrichtsinhalte werden zum Unterhaltungsprogramm / 3. Kulturabend des Gymnasiums Lemwerder mit Theater und Musik

Von Christian Pfeiff

090529wkKulturabendLemwerder. "Unser Kulturabend ist mittlerweile schon eine kleine Tradition", sagt Schulleiterin Marianne Weigel. Bereits zum dritten Mal bereiteten Schüler und Lehrkräfte aller Gymnasialjahrgänge Auszüge ihrer Unterrichtsinhalte als buntes und kurzweiliges Bühnenprogramm auf.
Die vollzählig versammelten Lehrer, Schüler und Eltern nebst anderen Verwandten und Freunden besetzten die bis in die angrenzende Milchbar ragende Bestuhlung des Spiegelsaals der Ernst-Rodiek-Halle bis auf den letzten Platz. Die Veranstaltung selbst sorgte einmal mehr für höchst anspruchsvolle Unterhaltung.
Die Schulleitung nutzte den ungezwungenen Veranstaltungsrahmen, um verdiente Schüler auszuzeichnen, die sich entweder als erfolgreiche Teilnehmer des bundesweit ausgetragenen "Känguru-Wettbewerbs" oder aber als erfolgreiche Absolventen des französischen Sprachzertifikats "DELF" hervorgetan hatten. Während sich Alicia Möwenburg und Rebecca Ohlenbusch auf den vorderen Plätzen des Mathematikwettbewerbs wiederfanden, schufen sich Frederike Dähnhardt, Elia Henrichs, Lara Rautenhaus und Ekaterini Vraka zertifizierte Sprachgrundlagen für eine mögliche akademische Weiterbildung im französischsprachigen Ausland.
Leider setzte die kurze Theaterszene der "DELF" AG auch bei den Zuschauern Französischkenntnisse voraus. Die ein wenig lang geratene Alltagsszene "Rush hour in the kitchen" der Klasse 7a erforderte von den Zuschauern hingegen ebenso gute Englischkenntnisse wie die Inszenierung der 8b "I heard the weirdest rumour".
Die Lateinschüler der 6c bedachten hingegen auch den sprachunkundigen Teil des Auditoriums und trugen ihren ebenso amüsant wie pointiert inszenierten "Gladiatorenkampf in der Arena" simultan in lateinischer wie in deutscher Sprache vor.
Die Parallelklasse 6a demonstrierte indes eine gänzlich innovative Form humoristischer Literaturkritik, durch welche dem Publikum der Inhalt der im Deutschunterricht bearbeiteten Jugendnovelle "Löcher - Die Geheimnisse von Green Lake" von Louis Sachar geradezu plastisch nahe gebracht wurden. Die Kunstschüler der 8c beförderten derweil mit einem selbst produzierten Marionettenkurzfilm den Geist der "Augsburger Puppenkiste" ins Hier und Heute. Ansonsten spielt, dem Programm nach zu urteilen, auch Musik eine tragende Rolle im gymnasialen Schulalltag, so dass die Moderatoren Anna Harloff und René Wölki neben der Schulband "Sayuri" zahlreiche weitere musikalische Programmpunkte ankündigen konnten.
Die Klassen 6a und 6b verschmolzen zu einem Mammut-Bandprojekt. Dieses widmete sich wie zuvor "Sayuri" Songs der kalifornischen Neo-Punks "Green Day".
Ein Damentrio, bestehend aus Saxophonistin Jessica Jäger sowie den Pianistinnen Anita Heymann und Selina Wachtendorf wandelte swingend auf den Spuren des "Pink Panther", während Anika Hoffmeier auf dem Klavier einen selbst komponierten Boogie zum besten gab. Die 5a wurde derweil durch ein unbekümmertes Gesangsquintett repräsentiert.

 

NWZ, 25. April 2009

Richtkrone auf dem Gymnasium Lemwerder
SCHULE Bezug der Klassenräume nach den Sommerferien

090425nwzRichtfest02

Übergaben die Richtkrone am Freitag an
Zimmermann Gordon Bakmann: Jan Eisenhauer,
Sophia Müller, Anna Lena Döttlaff und
Rene Woelki (v.l.). BILD: FRIEDERIKE KLOTH

FRK  LEMWERDER - Endspurt für die Bauarbeiten am Erweiterungsbau des Gymnasiums Lemwerder: Nach den Sommerferien steht der Einzug in die neuen Räume an. „Dann ist endlich Schluss mit den Containern“, freute sich Schulleiterin Marianne Weigel am Freitag. „Es war eine schwierige Situation, aber wir haben sie gemeinsam gut gemeistert. Mit den neuen Räumen sind wir auch bereit für eine zweizügige Schule.“
Bislang werden einige Klassen des Gymnasiums in Containern vor der Schule unterrichtet.
In den neuen Räumen ist ab den Sommerferien Platz für fünf Klassen, außerdem gibt es zwei Fachunterrichtsräume. Auch die Verwaltung wurde erweitert. „Am wichtigsten ist der neue Bau für die Schüler, denn die sollen hier lernen“, sagte Thilo Früchtnicht vor der Übergabe der Richtkrone an den Zimmermannmeister Gordon Bakmann.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, vom 25.04.2009

   Gymnasium: Richtfest für Erweiterungsbau

Von Barbara Wenke

090425wkRichtfestLemwerder. "Wer ein Ziel hat, nimmt schlechte Straßen in Kauf", sagte Schulleiterin Marianne Weigel gestern Vormittag anlässlich des Richtfestes am Erweiterungsbau des Gymnasiums. Schüler und Lehrerschaft hätten seit Einrichtung des Gymnasiums im August 2005 zahlreiche Schlaglöcher hinnehmen müssen. "Mit dem Richtfest ist aber abzusehen, dass wir die schlechten Straßen verlassen können", schloss Weigel ihre kurze Rede.
Nach den Sommerferien sollen fünf Klassen ihre neuen Räume im Erweiterungsbau beziehen können. Dann kann das Gymnasium zwölf Klassenräume stolz sein eigen nennen. Zudem stehen der Bildungseinrichtung dann zwei eigene Fachräume, einer für Kunst sowie ein multifunktioneller Raum für die naturwissenschaftlichen Fächer, zur Verfügung. "Davon wird auch die Eschhofschule profitieren", blickte Rektorin Weigel voraus, denn bislang nutzen die Gymnasiasten die Fachräume der Eschhofschule mit. Im zweiten Erweiterungsbau entsteht ein neuer Verwaltungstrakt, der ebenfalls nach den Sommerferien bezogen werden soll.
Der Einladung zum Richtfest waren zahlreiche Vertreter der Kreistagsfraktionen, der umliegenden Kindergärten und Schulen sowie der Bau ausführenden Firmen gefolgt. Den wichtigsten Part übernahm Zimmermeister Gordon Bargmann, der die Richtkrone, die er aus der Hand von vier Schülern entgegennahm, ans Gebälk des Erweiterungsbaus beförderte. Bauleiter Thilo Früchtnicht hatte Wert darauf gelegt, dass die Schüler bei der Zeremonie eine "tragende" Rolle bekamen, seien sie doch "die wichtigsten Personen".

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, vom 27.02.2009, Seite 5

   Die Grenzen des Legalen sind schnell überschritten
Kripo klärt Sechstklässler des Gymnasiums Lemwerder
über Gefahren des Internets auf

Von Georg Jauken

Lemwerder. Richtig viel los war in dieser Woche am Gymnasium Lemwerder. Während die Lehrerinnen und Lehrer improvisieren mussten, weil mehrere Kollegen wegen Krankheit ausfielen, wurden gleichzeitig zahlreiche Besucher erwartet.
Am Mittwoch stand nicht nur ein Informationsabend für Eltern von Schülern der umliegenden vierten Grundschulklassen auf dem Programm, die über die Anforderungen an die künftigen Gymnasiasten und die Vorzüge eines kleinen Gymnasiums informiert wurden. Zuvor hatte die Kripo Brake den Sechstklässlern einen Besuch abgestattet.
Computer und Handy im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Unterrichts mit Kommissar Jürgen Zimmer standen die Lieblingsspielzeuge der Jugendlichen. An ausgesuchten Beispielen erklärte der Präventionsbeauftragte der Braker Polizei den Schülern der drei sechsten Klassen, was im Umgang mit Computer und Mobiltelefonen erlaubt und was verboten ist, und was man besser bleiben lässt, auch wenn es nicht direkt verboten ist.
Stichwort: Preisgabe persönlicher Daten.
Die Schüler nutzen Internetplattformen wie ICQ und Schüler-VZ, weiß Schulleiterin Marianne Weigel. Wer dort "Freunde treffen" will, braucht ein eigenes Profil, muss sich mit persönlichen Angaben und möglichst einem Foto anmelden. Ein anderes Beispiel sei eine beliebte Genealogie-Seite. Nach dem Motto "Entdecke deine Vorfahren" werden (nicht nur) Schüler gelockt, Namen und andere persönliche Daten einzugeben.
Die Gefahren, die eine solche Preisgabe persönlicher Daten mit sich bringe, sei den meisten Schülern aber gar nicht bewusst. Schnell habe man einen Vertrag abgeschlossen und die Rechnung folgt auf dem Fuße. Den Schülern diese Gefahren bewusst zu machen und sie dazu zu bringen, weniger offen mit Angaben wie Adressen, Hobbys und ähnlichem zu sein, sei Sinn der Veranstaltung.
"Manche Schüler sind wirklich erschrocken, wenn sie die Beispiele hören", weiß Marianne Weigel, die den Kripo-Beamten zum wiederholten Male in die Schule eingeladen hatte, um über die Gefahren des Internets aufzuklären.
Auch das Nutzen von Mobiltelefonen als (Film-)Kamera, das Senden von Bildern und Musik von "Handy” zu "Handy” oder auch das Brennen von Musik-CD gehören zu den scheinbar unbegrenzten technischen Möglichkeiten des Computerzeitalters. "Die Kinder sind damit meist sehr großzügig", weiß Marianne Weigel. Schnell seien die Grenzen des Legalen überschritten, ohne dass der Junge oder das Mädchen dies überhaupt bemerke. Denn erlaubt ist nur eine Sicherheitskopie, mehr nicht.
Grenzen des Urheberrechtes
Am richtigen Beispiel erklärt, würden die Kinder die Grenzen, die das Urheberrecht setzt, aber sehr schnell verstehen. In einem solchen Beispiel ging es um einen Schüleraufsatz, der ins Internet gestellt wird. Was als Anerkennung für eine besonders gute Leistung gedacht ist, kann ungeahnte Folgen haben, wenn Schüler anderer Schulen, die am gleichen Thema arbeiten, den Aufsatz einfach nur kopieren und ihn als eigenes Werk ausgeben. "Das will niemand", hat Marianne Weigel erfahren. "Dann sind die Schüler empört: Das ist ja geklaut!" 
Schulleiterin: Kein PC im Kinderzimmer
Nicht zuletzt ging es beim Aufklärungsunterricht über die Gefahren des Internets auch um Themen wie Sex und Pornografie. Auch wer es nicht drauf anlegt, ist manchmal nur einen Mausklick von entsprechenden Seiten entfernt, weil beim Internetsurfen plötzlich zusätzliche Browser-Fenster, die sogenannten Pop-ups, aufspringen und dabei andere Teile überdecken.
Schulleiterin Weigel appelliert darum an die Eltern, die Versuchung für Kinder, solche Seiten anzuklicken, so gering wie möglich zu halten. Schülerinnen und Schüler sollten am besten nur unter Aufsicht im Internet surfen, empfiehlt sie. Am besten gelinge dies, wenn der PC nicht im Kinderzimmer stehe.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, vom 13.01.2009

Theater spielen oder für die Schule lernen?
26 Gymnasiasten präsentierten Konzepte für Schülerfirmen: Soziale Nachhilfe, Einkauf oder Klassenfahrt

Von Iris Messerschmidt

090113wkSchülerfirma1LEMWERDER. Jacket, schwarzes Business-Outfit oder gegelte Haare - selten präsentieren sich 14- bis 16-jährige Schüler so am Ort des Lernens. Gestern allerdings war "Geschäftsgebahren" angesagt. Drei selbst erarbeitete Konzepte zur Gründung einer Schülerfirma wurden vorgestellt. Vom Marketing bis zur Kosten- und Nutzenrechnung alles dabei. Selbst Gäste waren geladen, beispielsweise Schulleiterin Marianne Weigel. Schließllich waren diese Konzepte nicht einfach "nur Unterricht", sondern sollen nach Prüfung tatsächlich umgesetzt werden.
"Seit Tagen und Wochen arbeiten die Schüler jetzt eigenständig an der Umsetzung", erklärte Klassenlehrer Arne Warnken. Die 26 Schüler der 9 a des Gymnasium Lemwerder hatten als Vorgaben lediglich das Ziel, den Zeitrahmen und die Inhalte. "Die drei Konzepte, die jetzt vorgestellt wurden, sind im Übrigen nicht einfach so, sondern aus einer Bedarfsermittlung entstanden", berichtete Warnken. So gibt es beispielsweise Probleme mit der Organisation von Klassenfahrten oder Ausflügen. Eine Entlastung auch des Sekretariats wird hier von Lehrerseite gewünscht.
Für Marcella und Annika, die das Model ihrer Gruppe präsentierten, gar kein Problem: "Discipuli Voyage Office" (DVO), heißt ihre "Reisefirma", die das Ziel hat, so viele Informationen wie möglich über das gewünschte Reiseziel, Neben- oder Ausweichangebote zu ermitteln. Werbung, Recherche, Formulare sowie eine komplette Organisations-Struktur mit "Zeit-Mitarbeitern" wurden dafür konzipiert. "Schwere Einkaufstüten schleppen, das war gestern", stiegen Rene und Philipp als Repräsentanten für ihre Gruppe per Video ein. "Skub" steht für "Schnell kaufen und bezahlen" und soll - von der Elternschaft angeregt - ein Konzept zum gemeinsamen Bestellen und Verkauf von Schulmaterialien sein. Auch hier: ausgefeilte Marketing-Prinzipien: Vom möglichen Startkonzept mit Verkauf in der Schule bis hin zum Wunschkonzept: Großvertrieb über das Internet.
Mit "SuS", Schüler unterrichten Schüler, beeindruckte die Gruppe um Sara, Elena und Frederike gleich mit einem sozialen Konzept. Zwei Euro pro Nachhilfestunde, die montags und donnerstags in dann ungenutzten Räumen der Schule gegeben werden könnten. "Da gibt es nur AGs, muss sich halt jeder entscheiden, ob er lieber Theater spielt oder lernt", meint Elena. Nachhilfe von älteren Schülern für die fünfte bis siebte Klasse, je nach Fach, auch in Gruppen. "Möglichst kostengünstig, so haben auch finanziell schwächer gestellte Schüler die Möglichkeit zur Nachhilfe." Zur Aufbesserung des Taschengeldes für Schüler, die Nachhilfe geben, ist das Konzept ebenfalls geeignet. Außerdem: "Bei Gruppen soll das Geld ab der dritten Person an die Schule für diverse Anschaffungen gehen." Schulleiterin Marianne Weigel zeigte sich sehr beeindruckt. Jetzt wird die schnelle Umsetzung in der Lehrerschaft geprüft.

 

NWZ, 13. Januar 2009

Jung-Unternehmer überzeugen
Lemwerderaner Gymnasiasten präsentieren Konzepte für Schülerfirmen

KOLLEGIUM UND ELTERN REGTEN DAS PROJEKT AN. SEIT DEZEMBER BEFASSEN SICH DIE JUGENDLICHEN AUS DER 9 A MIT DER FRAGE: „WIE GRÜNDET MAN EINE FIRMA?“

VON WOLFGANG BEDNARZ

090113nwzSchülerfirma9aLEMWERDER - Klassenlehrer Arne Warnken kann schon stolz sein auf „seine“ Jugendlichen. Die 14- bis 16-jährigen Jungen und Mädchen aus der Klasse 9 a des Gymnasiums Lemwerder haben während des Unterrichtsprojekts „Das Unternehmen“ bewiesen, dass sie ein Gespür für kaufmännisches Denken und Handeln haben. In drei Gruppen à 8 bis 9 Personen befassen sich die Schülerinnnen und Schüler bereits seit Dezember im Politik- und Wirtschaftsunterricht mit der Gründung von Schülerfirmen. Gestern, in der dritten Stunde, war es soweit für die Präsentation der Unternehmenskonzepte. Auch Schulleiterin Marianne Weigel nahm sich gerne Zeit, den Ausführungen zu folgen.
Mit dem Konzept einer Firma, die Klassenausflüge und -fahrten organisiert, hatte sich die erste Gruppe befasst. Präsentiert wurde die Unternehmensidee von Annika Bode und Marcella Puhlemann. Beim Namen standen Lateiner, Franzosen und Engländer Pate: „Discipuli voyage office“, zu deutsch Schüler-Reisebüro. Kundenfreundlich war die Idee der Jungen und Mädchen, bei der Auswahl der Unterkunft Hilfestellungen durch eine Abfrage der Zufriedenheit der Reiseteilnehmer mit den vermittelten Herbergen zu geben. Reiseleiter werden, so die Fixkosten-senkende Idee, auf Zeitarbeits-Vertragsbasis für die Firma tätig sein.
Der Ein- und Verkauf von Mappen, Heften, Stiften, Blöcken und derlei mehr, was man als Schüler so braucht, im Großhandel und der direkte Weiterverkauf an den Endkunden ist Unternehmensziel der Schülerfirma „Skub“, die unter dem Motto „Schnell kaufen und bezahlen“ antritt. Bestellt wird – ganz modern – via Internet. Philipp Stührmann und Rene Woelki, die das „Skub“-Konzept für ihre Gruppe präsentierten, überzeugten mit übersichtlich gestalteten Online-Einkaufsformularen.
Startkapital, Kontoverbindungen, Räumlichkeiten und einen Computer mit Internet-Anschluss bräuchten beide Schülerfirmen. Da war die dritte Unternehmensidee schon genügsamer – und bestechend durch eine ausgesprochen soziale Ausrichtung, nah an den Bedürfnissen der Jugendlichen: Eine Nachhilfefirma, die unter dem Namen „SuS“ (Schüler unterrichten Schüler) arbeitet und von Friederike Dähnhardt, Lara Rautenhaus und Elena Kuk präsentiert wurde. Die Nachhilfe ist für Schüler der fünften bis siebten Klassen vorgesehen, die „Lehrer“ kommen aus der achten und neunten Klasse. Unter dem Motto „Wir helfen jedem aus der Patsche“ will die Firma auch jenen Schülern, die aus Familien mit finanziell angespannter Lage kommen, einen Nachhilfeunterricht zu einem Doppelstunden-Preis von vier Euro ermöglichen. Auch der „Lehrer“ erhält vier Euro pro Doppelstunde. Unterrichtet er mehr als einen Schüler gleichzeitig, geht der Überschuss auf ein Konto, das der gesamten Schule zugute kommt.

 

NWZ, 05. Dezember 2008

Wenn der Weihnachtsmann zu tief ins Glas guckt
Achtklässler des Gymnasiums Lemwerder präsentieren Theaterstück

NACH 20 BESUCHEN BEI FAMILIEN IST DER MANN IM ROTEN MANTEL AM ENDE. HEUTE GEHT ES IN DEICHSHAUSEN WEITER.

081205nwzAdventskalenderLEMWERDER - Bis zum 23. Dezember öffnet sich an verschiedenen Orten in ein Türchen des „Lebendigen Adventskalenders“. Bereits zum dritten Mal beteiligte sich jetzt das Gymnasium an der vorweihnachtlichen Aktion. Was sich dieses Mal hinter dem Türchen verbarg, waren zwei Theaterstückchen sowie ein Weihnachtsquiz – selbstständig erarbeitet von den drei achten Klassen.
„Der Weihnachtsmann guckt zu tief ins Glas“ hieß das Stück der Klasse 8 c, bei dem der Weihnachtsmann mit seinen Wichteln und Helfern von Haus zu Haus zieht, um seine Geschenke zu verteilen. Ganz nach dem Motto „einen kleinen Schluck in Ehren, kann doch niemand verwehren“, stößt der weißbärtige Gabenbringer jedes Mal gerne mit einem alkoholischen Getränk aufs Fest an. Mal Sekt, mal Wein, mal Bier – dass das nicht gut gehen kann, ist klar. 20 Familien später ist es schließlich um den Weihnachtsmann geschehen. Dudeldick fällt der gute Mann vom Sofa. „Der ist ja total besoffen, wie jedes Jahr“, muss die Weihnachtsgesellschaft bedauerlicher Weise feststellen.
Die Klasse 8 a hatte den Weihnachtsmann persönlich als Quizmaster engagiert, um zwei freiwilligen Schülern aus dem Publikum deren Wissen abzuverlangen. „Ist Weihnachten das Fest a) des Hasses, b) der Liebe, c) der Geschenke oder d) der Freude?“, wollte der Mann im roten Mantel beispielsweise wissen. Wer zuerst sechs Punkte erreicht hatte, wurde zum Sieger erklärt und durfte sich über ein schokoladiges Abbild des Quizmasters freuen.
Die 8 b suchte dann per Theaterstück nach „Germany’s next Weihnachtsmann“, inspiriert durch sämtliche TV-Castingshows. Diesmal versuchten Dieter Bohlen und Topmodel Heidi ihr Glück vor der Jury. Erzengel Gabriel fiel gleich aus und auch Rudolph, das Rentier mit der roten Nase schien nicht wirklich geeignet.
Alles Gründe genug für den Weihnachtsmann, sich die Sache mit dem Ruhestand noch einmal zu überlegen. Mit dem Resultat, dass er – angesichts der unwürdigen Nachfolgekandidaten – beschloss, im Amt zu bleiben. Für alle drei Vorführungen gab es jede Menge Applaus vom zahlreich erschienenen Publikum, das überdies bestens mit Kuchen und Limo versorgt wurde.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, vom 03.12.2008

Wenn der Weihnachtsmann zu tief ins Glas guckt

081203wkAdventskalenderAnkuendigungDie Idee kommt von der Lehrerin Renate Kreye-Grundmann. Umgesetzt haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 c des Gymnasiums Lemwerder ihre Geschichte vom „Weihnachtsmann, der zu tief ins Glas guckte" ganz alleine. Heute, Mittwoch, zur gewohnten Zeit um 18 Uhr ist ihr kleines Theaterstück zu erleben, wenn sich die dritte Tür des „Lebendigen Adventskalenders" zur Pausenhalle des Gymnasiums öffnet. Die Zuschauer dürfen sich auf eine kleine, feine Aufführung mit Weihnachtsmann, Wichteln, artigen und weniger artigen Kindern sowie einem großen Sack voller Geschenke freuen, die hinter der lustigen Oberfläche einige Anlässe bietet, über all das nachzudenken, was heutzutage zu einem Weihnachtfest dazu zu gehören scheint.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, Seite: 6 vom 31.10.2008

Im Sommer 2009 soll Einzug sein

Grundsteinlegung am Gymnasium Lemwerder für 1540 Quadratmeter Erweiterung

Von Iris Messerschmidt

081031wkGrundsteinlegungLEMWERDER. "Ich weiß, welche Vorzüge es für Schüler hat, wohnortnah das Gymnasium besuchen zu können." Lemwerder liege ihm sehr am Herzen, gestand Kreis-Bauausschuss-Vorsitzender Meent Bruncken. So habe er auch keinen Moment gezögert, als es um die bauliche Erweiterung des Gymnasiums ging. "Hier in Lemwerder passiert einiges, wovon sich andere Kommunen eine Scheibe abschneiden können." 440 Quadratmeter im neuen Verwaltungsgebäude, 1100 Quadratmeter neue allgemeine und fachspezifische Unterrichtsräume und insgesamt 2,2 Millionen Euro Investitionskosten - das sind die Bauabschnitte zwei und drei, die gestern per Grundsteinlegung mit einer kleinen Feierstunde begonnen wurden. Neben Ingenieur Thilo Früchtnicht von der Kreisverwaltung, der im übrigen mit dieser Erweiterung seine erste "Komplett-Baustelle" von der ersten bis zur letzten Sekunde betreut, waren auch Vertreter der einzelnen Gewerke, des Landkreises Wesermarsch, des Schulelternrats, der Schülervertretung sowie der Schulleitung vor Ort.
"Es war die richtige Entscheidung, die Bauabschnitte zwei und drei gemeinsam an den Start zu bringen", erklärte Bruncken. Eigentlich sollte nämlich der Verwaltungstrakt schon fertig sein, durch Änderungswünsche habe es aber eine Verzögerung gegeben. "Es wurde mir versichert, dass bis Sommer 2009 alles fertig ist." Das gute Einvernehmen zwischen Bauleiter Früchtnicht, der Schulleitung und der Gewerke, von dem sich Bruncken überzeugte, "lässt die Hoffnung zu, dass ab August 2009 der Schulbetrieb in neuen Räumen läuft." Besonders glücklich darüber zeigte sich auch Schulleiterin Marianne Weigel: "Heute ist ein ganz besonderer Tag. Mit der Grundsteinlegung steht jetzt unwiderruflich fest, dass die Unterrrichtsübergangsphasen in Containern bald vorbei sind." Dennoch hatte Weigel "kleine" Wünsche: "Die Umwidmung des geplanten Pult- und Lagerraums in einen Klassenraum, damit wir im Zuge der Zweizügigkeit einen 12. Klassenraum haben." Mit dem angefertigten Hinweisschild "Schulleitung", das sie Bruncken übergab, äußerte sie die Bitte: "Büro nahe Parkplätze".
Mit guten Wünschen zum "zügigen Verlauf" und "einem milden Winter" nahmen unter anderem auch ein Schülersprecher und die Rektorin die Kelle in die Hand, um mit Schwung Tageszeitung und weitere guten Wünsche für die Ewigkeit einzumauern.

 

NWZ, 31. Oktober 2008

Grundstein für mehr Bildung

SCHULE Gymnasium Lemwerder baut jetzt an und hofft auf erfolgreiche Zeit

IN DAS ERSTE WANDSTÜCK WURDE EINE ZEICHNUNGSROLLE MIT BEIGABEN EINGEMAUERT. DARUNTER BEFAND SICH AUCH EINE AKTUELLE AUSGABE DER NWZ

VON SEBASTIAN KELM

LEMWERDER - „Wo Schatten ist, gibt es immer auch Licht. Ich hoffe für die Schule auf viel Licht in der Zukunft!“ Mit diesen Worten beendete Thilo Früchtnicht vom Fachdienst Bauen des Landkreises Wesermarsch den offiziellen Akt der Grundsteinlegung am Gymnasium Lemwerder. Bis zum Sommer 2009 soll dort ein zweiteiliger Anbau entstehen. Dieser soll den Beginn besserer Zeiten für die Schule markieren, nachdem diese in ihrer erst dreijährigen Geschichte schon viele turbulente Tage durchlebt hat.

Aufgrund von Schadstoffsanierungen musste die Schule bereits 2005, also nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung, wieder geschlossen werden. 2007 wurde der Betrieb erneut aufgenommen, aber Ruhe sollte dennoch nicht einkehren. Wegen räumlicher Engpässe mussten einige Klassen weiterhin in Containern untergebracht werden.

Diese Zustände sollen nun der Vergangenheit angehören. Um die chronische Raumnot langfristig zu beheben, werden ein Geschoss für die Verwaltung und zwei Geschosse mit Klassenzimmern an das Hauptgebäude angebaut. Die Kosten für die zusätzlichen Räumlichkeiten mit einer Fläche von insgesamt 1 500 Quadratmetern belaufen sich auf etwa 2,2 Millionen Euro.

Rechtzeitig zum Schuljahr 2009/2010 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Dafür möchte ich meine Hand jedoch nicht ins Feuer legen“, übte sich Meent Bruncken, Vorsitzender des Kreis-Planungsausschusses, in Zurückhaltung. Thilo Früchtnicht war da schon zuversichtlicher: „Durch die Sommerferien haben wir etwas Luft. Von daher gehe ich davon aus, dass wir rechtzeitig fertig werden.“

Auf den obligatorischen ersten Spatenstich bei der Zeremonie warteten die anwesenden Gäste indes vergeblich. Stattdessen wurde symbolisch eine Zeichnungsrolle mit unterschiedlichen Dokumenten in einen Hohlraum des künftigen Gemäuers eingelassen und anschließend von Vertretern der Schule und der am Bau beteiligten Firmen mit Beton überschüttet. Zu den Beilagen legte Schulleiterin Marianne Weigel eine Liste mit den Namen sämtlicher 287 Schüler und des Lehrerkollegiums. Auch nicht fehlen durfte eine Zeitung vom Tage – eine aktuelle Ausgabe der NWZ.

 

NWZ, 31. Oktober 2008

Gymnasium: Baustraße im Bau

BILDUNG: Vorbereitungen für Verwaltungs- und Klassentrakt

Hauke Fooken

080925nwzBaubeginnLEMWERDER - Am Gymnasium Lemwerder haben die Vorbereitungen für die Errichtung des Neubaus begonnen. Laut Thilo Früchtnicht (Fachdienst Bauen des Landkreises Wesermarsch) wird derzeit die Baustraße – sie beginnt an der Schulstraße und führt zwischen CVJM-Kindergarten und Gymnasium durch – angelegt. Früchtnicht: „Diese Arbeiten dauern noch circa zwei Wochen.“

Zeitgleich läuft der so genannte Rückbau des Lürssen-Traktes. „Hier wird im Moment fast ausschließlich mit der Hand gearbeitet“, meint Früchtnicht. So würden Heizkörper demontiert und Leitungen ausgebaut. Bagger rollen erst an, wenn die Bodenplatte „weggenommen“ wird, sagt der Bauingenieur.

Für rund 2,2 Millionen Euro errichtet der Schulträger des Gymnasiums, der Kreis Wesermarsch, einen zweigeschossigen Neubau. In dem Gebäude sollen künftig die Schulverwaltung, das Lehrerzimmer sowie vier Klassen- und zwei Fachräume (nebst Gruppenräumen) untergebracht werden.

Anfang Oktober soll der offizielle erste Spatenstich – besser: der erste Rammschlag für die Pfahlgründung – erfolgen. Die Arbeiten werden sich bis zu den Sommerferien 2009 hinziehen. Mit Beginn des Schuljahrs 2009/2010 stehen Schülern und Lehrern die neuen Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

NWZ, 05. Juli 2008

„Die Windenergie hat Zukunft“

PROJEKTARBEIT Lemwerderaner Gymnasiasten legen umfassende Untersuchung vor

VON EVELYN EISCHEID

Lehrer, Eltern und Sponsoren zeigten sich an der Schülerarbeit interessiert.

080709nwzWindenergie
ALLE DENKBAREN ASPEKTE DER WINDENERGIE-NUTZUNG WURDEN BEACKERT. MIT EINE BEEINDRUCKENDEN PRÄSENTATION SCHLOSS DIE AG IHRE ARBEIT AB.

LEMWERDER - „Stromerzeugung aus Windkraft ist entwicklungsfähig, hat wenige Nachteile und könnte die Energiequelle der Zukunft sein.“ Das ist die Überzeugung der Projektgruppe „Windenergie und regenerative Energien“ der Klasse 7a des Gymnasiums Lemwerder. Sechs Monate Arbeit hat die Projektgruppe investiert und mit der Hilfe von Sponsoren die breit gefächerte Thematik engagiert aufgearbeitet und dokumentiert. Die Ergebnisse stellten die Schülerinnen und Schüler am Montagmittag in einer professionell gestalteten Präsentation Eltern, Sponsoren und Lehrkräften vor.

„Mit dem Thema Regenerative Energien hat die AG Neuland betreten, das Projekt wurde mit viel Kopfarbeit gestartet und schließlich in Handarbeit umgesetzt“, lobte Schulleiterin Marianne Weigel die drei Arbeitsgruppen, die ganz besonders mit dem selbst erstellten Landschaftsdiorama von Land- und Offshore-Windanlagen in einer fiktiven norddeutschen Gegend punkteten. Darüber hinaus wurde ein Dynamo-Modell konstruiert, um herauszufinden, wie Stromerzeugung eigentlich funktioniert. Für die theoretischen Textbeiträge recherchierten die jungen „Windforscher“ in der Fachliteratur und im Internet.

Unter der Leitung von Lehrerin Beate Meents beschäftigte sich die AG mit den verschiedenen Facetten der Windenergie, die Fragestellungen wurden dabei von ihr selbst erarbeitet und zu jedem Thema bildete sich eine Schülergruppe heraus. Die Umweltgruppe ging der Frage nach, welchen Einfluss die Gewinnung von Windenergie auf die Umwelt hat, die Technikgruppe beschäftigte sich mit den Funktionen der Windräder und die Windgruppe stellte sich der Frage, wie entsteht Wind und wie wird er gemessen.

Dem Vorurteil, Windparks wirkten sich negativ auf die Vogelpopulation aus, widersprach die Umweltgruppe. Herausgefunden wurde, dass sich Vögel nach einer bestimmten Zeit an die Anlagen gewöhnen und sogar dort nisten. Sogar auf die Frage, warum Windradanlagen immer mit grauer Farbe gestaltet werden, fand die Projektgruppe eine Antwort. „In Norddeutschland regnet es häufig und es ist oft grau“, erfuhren die verblüfften Gäste.

Die Umfragewerte ergaben: 86 Prozent der Befragten bewerten die Windenergieanlagen positiv und als umweltfreundliche Alternative zur Kernkraft, fünf Prozent sind geteilter Meinung, neun Prozent lehnen die Windparks als Fremdkörper in der Landschaft ab. Und Wohnen in der Nähe eines Windparks? Das lehnen 76 Prozent der Befragten strikt ab, neun Prozent haben keine Meinung und 15 Prozent würden dort wohnen wollen, wenn die Energieversorger ihnen einen adäquaten Strompreis anbieten würden.

 

Mathe-Kängurus springen ins Ziel

RECHENKÜNSTLER Gute Platzierungen für Schüler des Gymnasiums Lemwerder

HFO

080705nwzKanguru
LEMWERDER - Wie schon im Vorjahr beteiligte sich das Gymnasium Lemwerder an dem bundesweiten Mathematikwettbewerb „Känguru“. 50 Schülerinnen und Schüler knöpften sich am 10. April die für ihre jeweilige Klassenstufe konzipierten Aufgaben vor. Zwei Stunden lang standen dabei nicht Formelwissen, sondern logisches Denken, Kombinieren und Strukturieren im Vordergrund, so Mathe-Lehrerin Beate Meents, die sich um die Lemwerderaner Kängurus kümmerte.

Am Donnerstag bekamen alle Rechen-Schüler in der Pausenhalle des Gymnasiums kleine Logik-Puzzles und Urkunden überreicht. Die „Kängurus“, die am weitesten sprangen, erhielten zusätzlich ein Buchpräsent. Exzellente Platzierungen im Wettbewerb schafften: Kilian Dähnardt (2. Platz, Klasse 6a), Elia Henrichs (2. Platz, Klasse 7c), Svea Nitsche (3. Platz, Klasse 6b), Christian Dierk (3. Platz, Klasse 8a) und Jonas Henke (Klasse 6a).

Nach Angaben von Meents war Jonas das Känguru des Gymnasiums, das am weitesten sprang: „Das bedeutet, dass er es geschafft hat, die meisten aufeinander folgenden Aufgaben zu lösen“, so die Lehrerin.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche WEM 04.07.2008

Mit Känguru zum Mathe-Genie

Preisverleihung des Wettbewerbes am Gymnasium Lemwerder

Von unserer Mitarbeiterin Iris Messerschmidt

080705wkKanguru
LEMWERDER. "Lara liebt das Multiplizieren mit 3, Merlin addiert am liebsten mit 2 und Nick subtrahiert von jeder Zahl am liebsten 1. Ich gebe die Zahl 3 vor. In welcher Reihenfolge müssen die drei Freunde je einmal ihre Lieblingsrechnerei durchführen, damit 14 herauskommt?" Die Antwort auf diese Frage kennen die Teilnehmer des "Känguru"-Wettbewerbes ganz genau. Denn gestern gab es im Gymnasium Lemwerder neben Preisen auch die Lösungen.

Mathe- und Physiklehrerin Beate Meents ist begeistert: "50 Kinder hatten sich angemeldet." Diese hohe Quote beim Känguru-Mathematik-Wettbewerb, dem zweiten an dem die Schüler des Gymnasiums Lemwerder teilnehmen, möchte die Organisatorin im kommenden Jahr noch übertreffen. "Einfach ist der Wettbewerb beziehungsweise sind die Fragen nicht, den Schülern wird einiges abverlangt. Doch alle waren mit sehr viel Spaß dabei", freut sich Meents.

Mitte April war es, als sich die 50 Schüler der fünften bis achten Klassen, zwei Schulstunden lang mit den altersausgerichteten Mathefragen beschäftigten. Die Unterlagen wurden eingeschickt, jetzt kamen die Ergebnisse. "Selbstverständlich gibt es für alle Urkunden, ein kniffeliges Puzzle und die Hefte mit den Lösungen", versprach Meents bei der Preisverleihung in der Pause. Die hatte gerade ein lautstarkes Ambiente, denn die Abschlussklasse 2008 "verschönerte" alle Gymnasiasten mit Malstiften im Gesicht und hinterlegte das Ganze mit einem Trillerpfeifen-Konzert.

Doch Beate Meents hatte vorgesorgt. Per Mikrofon und Lautsprecher-Verstärkung erfuhren so die fünf besten Schüler von ihrer Leistung. Die vorgegebene Punktzahl des "Känguru"-Wettbewerbes für den ersten Platz hatten die Schüler zwar nicht erreicht, dafür belegten Kilian Dähnhardt aus der 6a mit 126,25 Punkten und Elia Henrichs aus der 7c mit 98,75 Punkten jeweils Platz zwei. Den dritten Platz erreichten Svea Nitsche aus der 6b mit 118,75 Punkten sowie Christian Dierk aus der 8a mit 98,75 Punkten. Den weitesten Kängurusprung und damit die meisten richtigen, aufeinanderfolgenden Antworten, hatte Jonas Henke aus der 6a mit 114,75 Punkten. Für sie gab es neben Urkunden auch Sonderpreise. Sie wissen auch die Antwort auf die Einstiegsfrage: "Merlin-Lara-Nick, denn (3+2) x 3 - 1 = 14!"

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche WEM Seite: 9, 18.06.2008

"Wie entsteht denn eigentlich Wind?"
Projekt: Gymnasiasten auf naturwissenschaflichem Pfad

Von unserer Mitarbeiterin Iris Messerschmidt

080618wkWindenergieLEMWERDER. Wie arbeiten Windräder und sind sie eigentlich umweltschonend? Überhaupt: Wie entsteht eigentlich Wind? Diese und ähnliche Fragen stehen für 13 Schüler am Gymnasium Lemwerder derzeit ganz hoch im Kurs. Die Schüler im Alter von zehn bis zwölf Jahren gehören nämlich zur Arbeitsgemeinschaft (AG) ,,Regenerative Energie - Windenergie" und erarbeiten sich damit gerade ein Projektthema, das Anfang Juli vor großem Publikum präsentiert werden soll.
"Vom Prinzip her funktioniert Offshore-Windenergie wie ein Dynamo", ganz fachmännisch gibt der zehnjährige Jonas diese Erläuterung, während er gleichzeitig an der Kurbel des Dynamo-Models dreht und so den gewünschten Effekt erzielt: die angeschlossene Glühbirne leuchtet. Jonas und seine Klassenkameraden Dennis (12), Joscha (10) sowie Niklas (12) bilden das "Technik"-Team in der AG.
"Ganz schnell hatten sich drei Gruppen innerhalb des Projektes herauskristallisiert", erläutert Beate Meents. Die Lehrerin für Mathematik und Physik leitet die AG, steht den Schülern bei aufkommenden Fragen hilfreich zur Seite. "Wobei ich kaum Vorgaben mache, das Thema und die Fragestellungen dazu haben die Schüler gleich zu Beginn weitestgehend alleine entwickelt", berichtet Meents stolz.
So sind auch die drei Gruppen innerhalb der Projektgruppe entstanden: neben dem "Technik"-Team die "Umweltgruppe", die sich mit dem Umweltgedanken beziehungsweise dem Pro und Contra zum Thema Windräder beschäftigt. Darüber hinaus gibt es noch die "Windgruppe", die sich mit Naturgesetzen beziehungsweise der Entstehung des Windes auseinandersetzt.
Entstanden ist dieses Schulprojekt, das seit Januar läuft und von ortsansässigen Firmen gesponsert wird, im übrigen durch eine Anregung der Hochschule Bremen. Hier zeichnet Saskia Greiner verantwortlich. Gleich mehrere Ziele sollen damit erreicht werden: Förderung von "Technik in der Schule", Interessenförderung im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich, die Stärkung der Selbstlernkompetenzen sowie die Förderung der Kritikfähigkeit. "Feinziel ist es schon früh das Interesse am Ingenieurberuf zu wecken", berichtet Meents.
So weit denken die Fünft- bis Siebtklässler noch nicht. "Komplizierte wissenschaftliche Formeln müssen sie während ihrer Präsentation auch nicht vorstellen", führt Meents mit einem Lächeln aus. Vielmehr soll die natürliche und altersgerechte Neugier der Schüler geweckt werden, sollen sie an eigenständiges Arbeiten herangeführt werden, beispielsweise auf der Suche nach Antworten durch praktisches Arbeiten oder durch die Recherche im Internet.
Der Spaßfaktor kommt bei diesem Lernangebot sichtlich nicht zu kurz - ganz besonders dann, wenn Fachleute, beispielsweise von der Firma Rotec, den Schülern tatkräftig bei Bastelarbeiten ihres großen, gemeinsamen Präsentationsobjektes behilflich sind. Ein Modell, das die Entstehung des Windes und mögliche Standorte von Windrädern erläutert. "Es ist toll, wie die heimischen Firmen die Schüler mit Material oder Arbeitskraft unterstützen", dankt Beate Meents.
Zwar stecken die 13 Schüler schon in der Dokumentation der Ergebnisse, werden jetzt die Karteikarten mit Stichworten ausgearbeitet und marketingwirksam die freie Rede geübt, dennoch warten weitere Stationen auf dem Weg zur endgültigen Präsentation am 7. Juli. So wird die Gruppe noch einen Ortstermin im Bildungs- und Trainings-Zentrum für Windenergietechnik absolvieren. "Solche Angebote sind weitere Anreize für die Schüler und beleben das Projekt."

 

NWZ, 10. Juni 2008

Schulbibliothek wächst

Gymnasiastinnen sammeln in Rekordzeit Gelder und Bücher

DIE GESPENDETEN EXEMPLARE WURDEN AM MONTAG IN DEN BESTAND DER BÜCHEREI ÜBERNOMMEN. WEITERE AKTIONEN SIND GEPLANT.

VON BJÖRN VÖLLMAR

080610nwzBibliothekLEMWERDER - In einer Rekordzeit von nur drei Wochen haben es die beiden Schülerinnen Janin Synowzik und Saskia Tolk geschafft, den Buchbestand der Schülerbibliothek des Gymnasium Lemwerder aufzustocken. Zwischen dem 21. Mai und 5. Juni haben die zwölfjährige Janin und die dreizehnjährige Saskia insgesamt 103 Bücher und 159 Euro aufgetrieben und damit die Ausstattung der Bibliothek verbessert. Die Bücher übernahmen die beiden Schülerinnen am gestrigen Montag, zusammen mit ihrem Deutschlehrer Thomas Reinsch, in den Bestand der Bibliothek.
Unterstützt wurden sie bei ihrer Spendensammlung unter anderem von Karl-Heinz Erythropel, dem Leiter des Schulzentrums Berne. Erythropel stiftete 30 Kalender mit Luftaufnahmen von Berne, die die beiden Schülerinnen zusammen mit Kaffee und Kuchen am Fähranleger in Berne zum Verkauf anboten. Zudem motivierten sie Verwandte und Bekannte aus ihrer Nachbarschaft, Bücher zu stiften.
„Vor allem Romane, Jugendbücher, aber auch Wissensbücher wurden gespendet“, berichtet Janin. „Viele Nachbarn sind von der Idee begeistert und wollen in den nächsten Wochen weitere Kisten auf ihrem Dachboden nach Büchern durchstöbern“, ergänzt Saskia.
Die beiden Gymnasiastinnen wollen, „dass in der Bibliothek keine leeren Regale mehr stehen“.
Entwickelt hatten sie ihre Idee, nachdem sie in der Bücherei auf der Suche nach speziellem Lesestoff nicht fündig wurden. „Dies müsse sich ändern“, lautete ihre Devise. Angeregt von Thomas Reinsch besorgten sie sich von ihrer Schulleiterin eine Bescheinigung, dass sie im Namen des Gymnasiums Bücherspenden sammeln dürfen. Ohne zu zögern ging's los. Der Verkauf am Fähranleger wurde in Rekordzeit organisiert und die Nachbarschaft motiviert.
Auch für die Zukunft planen die beiden weitere Aktionen – alte Bücher sollen ausrangiert und neue zugekauft werden. Die beiden Schülerinnen engagieren sich mehrmals in der Woche nach dem Unterricht in der Bibliothek, um zurück gegebene Bücher wieder einzusortieren und den Bestand zu ordnen.
„Besonders gerne werden Detektivgeschichten und Fantasiebücher, wie die Tintenherzreihe ausgeliehen“, berichtet Saskia, die momentan „Tintenblut“ liest.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite 8 // 10.06.2008

Literarischer Nachschub

Geld- und Sachspenden für Bibliothek des Gymnasiums Lemwerder

Von unserem Mitarbeiter Christian Pfeiff

080610wkBibliothekLEMWERDER·BERNE. Man liest und hört es immer wieder: Anstatt durch literarische Weiten zu gleiten, würde sich die heutige Jugend bedingungslos multimedialem Alltagsterror ergeben und sich abends im Internet schlafen legen.
Wie haltlos solche Vorurteile jedoch bisweilen sind, beweisen Janin Synobzik und Saskia Tolk. Die beiden Schülerinnen des Gymnasiums Lemwerder waren mit dem noch recht kärglichen Bestand der schuleigenen Bibliothek so unzufrieden, dass sie kurzerhand beschlossen, auf eigene Faust für Aufstockung dessen zu sorgen.
Dabei haben sich beide erst vor etwa einem halben Jahr durch den gemeinsamen Besuch der schulinternen Kunst-AG kennengelernt. Nachdem man schnell feststellte, recht nahe beieinander zu wohnen und beide unabhängig voneinander die enttäuschende Erfahrung machten, ein gesuchtes Buch nicht in der Schulbibliothek aufzufinden, beschloss man gemeinsam, diesem Missstand Abhilfe zu schaffen. "Hier stehen so viele leere Regale, das ist sehr schade", findet Saskia.
Kurz darauf bestand häufig die Möglichkeit, den Gymnasiastinnen an der Fähre Weserdeich-Farge zu begegnen, wo sie Kaffee, Getränke und Kalender an wartende Fährgäste verkauften. Letztere wurden ihnen vom Schulzentrum Berne für ihr ehrgeiziges Projekt zu Verfügung gestellt.
Nachdem die beiden einen Großteil ihrer Freizeit der letzten vier Wochen opferten, übergaben sie nun dem Gymnasium in Form von Direktorin Marianne Weigel unlängst das erste Resultat ihrer Bemühungen. Neben etwa 160 Euro Geldspenden und Verkaufserlösen stellten bislang 38 protokollierte Spender eine insgesamt 103 Buchtitel unterschiedlichster Couleur umfassende Bibliothekserweiterung zur Verfügung, welche von den Schülerinnen selbst zudem sowohl in Teilen selbstständig restauriert als auch anschließend im Schulcomputer katalogisiert wurden.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 9 // 04.06.2008

 Fuchsalarm in der Literatur AG

Am Gymnasium Lemwerder entsteht ein Hörspiel

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

080604wkJugendliteraturLEMWERDER. Der Fuchs kommt! In der Geheimsprache der "Wilden Hühner" heißt das höchste Gefahr. Und wirklich, O. S. (Oma Slättberg) will alle 15 Hühner schlachten. Ob es Sprotte und ihren Freundinnen, den "wilden Hühnern", gelingt, ihre heiß geliebten Maskottchen in Sicherheit zu bringen, kann man bei Cornelia Funke nachlesen - und bald auch hören. Die Literatur-AG am Gymnasium Lemwerder ist gerade dabei, eine Hörspielbearbeitung von "Die Wilden Hühner: Fuchsalarm" zu produzieren. Nach einer langen Phase, in der die Fünftklässler zunächst die Verfilmung des Buchs angesehen und die 250 Seiten Originaltext gelesen haben, kam die schwierigste und aufwändigste Aufgabe: Es wurden jene Personen und Szenen ausgewählt, die in das Hörspiel hinein genommen werden sollten. Inzwischen versammeln sich die Schüler jeden Donnerstag im Computer-Raum um das Mikrofon, um das Hörspiel aufzunehmen. Die eigenen Stimmen zu hören, war sehr ungewohnt, erinnern sich die Schüler.
Kapitel 6: "Du bist spät dran..." In diesem Fall sagt das die Lehrerin Stephanie Schoe, die Oma Slättbergs Rolle übernommen hat. "...rief Oma." Das ist Frerk aus der 5 b, der kurzfristig eingesprungen ist, als sein ursprünglich für die Rolle des Erzählers vorgesehener Mitschüler ausgestiegen ist. Nun hat Frerk am meisten zu lesen, so viel, dass Milena, als sie endlich dran ist, prompt ihren Einsatz verpasst. Wenn sie lesen, sind sie, Frerk, Joana alias Sprotte und die anderen sehr konzentriert bei der Sache. Geschnitten werden muss kaum was. Um das zu vermeiden, wird der Text in extra kurze Abschnitte aufgeteilt und aufgenommen.
Das ist auch gut so, denn dies ist der erste Donnerstag, an dem die Aufnahme ohne Miles klappen muss. Der Computer-Experte hatte die Technik so vorbereitet, dass die Schüler ihr Hörspiel direkt am PC aufnehmen können, und bei den ersten Aufnahmen die Arbeit des Schnittmeisters übernommen. Nach drei Seiten Text wird die Aufnahme unterbrochen, und prompt schlagen die Tücken der Technik zu: Die Aufnahme lässt sich nicht abspielen. Niemand weiß, warum. Da Stephanie Schoe wegen zu vieler Versprecher sowieso noch nicht zufrieden ist, wird die Aufnahme wiederholt: "Du bist spät dran...." Gemeutert wird nicht. Ganz am Anfang mussten manche Passage schließlich mehr als ein Dutzend mal gelesen werden, bevor alles stimmte. Diesmal reicht ein zweiter Versuch, damit Frerk die "Buchweizenpfannkuchen" viel leichter über die Lippen gehen. Stephanie Schoe ist mit der Motivation und dem Engagement ihrer Schüler sehr zufrieden.
"...War das das Wunderbare an Tieren, dass sie von gar nichts wussten?" Nicht die philosophischen Stellen gaben den Ausschlag, als die Literatur AG ein geeignetes Buch für ihr Hörspiel suchte. Die Wahl fiel auf "Fuchsalarm", weil es das als Hörbuch noch nicht gab und darin nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen vorkommen: Die Pygmäen, die Feinde und gelegentlichen Freunde der "Wilden Hühner" werden denn auch zur Hilfe gerufen als es darum geht, die 15 laut gackernde Hühner einzufangen, ohne das Oma Slättberg es merkt.
Wie die Geschichte ausgeht, soll am Ende des Schuljahres zu hören sein. Verkauft werden darf die Hörspiel-CD zwar nicht. Sieben Kopien pro Schüler hat der Verlag immerhin erlaubt, für sich selbst und zum Verschenken.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite 6, 02.06.2008

Hinter der Show steckt viel Arbeit
Gymnasium gewährt Einblick in sein Bildungsangebot

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

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LEMWERDER. Fast man könnte man glauben, sie hätten nur für die Bühne geprobt. Die Schüler des Gymnasiums Lemwerder präsentierten eine ausgewachsene Bühnenshow, als Eltern und Schüler der vierten Grundschulklassen aus Berne und Lemwerder am Sonnabend zum "Tag der offenen Tür" gekommen waren, um sich mit dem vertraut zu machen, was sie bei einem Wechsel aufs Gymnasium im kommenden Schuljahr erwartet.
Was dort gezeigt wurde, waren allerdings Ergebnisse aus dem Unterricht. Die vorgestellten Chansons waren zuvor Thema in der Französisch-Gruppe der achten Klassen. Das szenische Spiel "Raub der Sabinerinnen" hatte die Lateingruppe der siebten Klassen einstudiert - Übersetzung inklusive. Der "Durchhalteboogie" über all die Herausforderungen, die sie als Schüler in den kommenden Jahren noch zu bestehen haben, ist Ergebnis des Musikunterrichts im Schulchor der fünften und sechsten Klassen.
Schulleiterin Marianne Weigel, das Kollegium und die Schüler hatten die Viertklässler zum Kennenlernen der Schule eingeladen und wollten dabei auch den Spaß am Lernen nicht zu kurz kommen lassen. Bevor eine Schulband auftritt oder eine Ausstellung präsentiert werden kann, muss aber viel gearbeitet werden, mahnte die Pädagogin. "Es gehört viel Ausdauer und Fleiß dazu, bis Klasse zehn zu kommen", sagte Weigel. Erfolg in Klasse fünf allein reiche nicht zum Besuch des Gymnasiums. An die vielen Eltern, die beim Spektakel in der Pausenhalle zusahen, appellierte sie darum, sich bei der Wahl der Schule für ihre Kinder unbedingt an die Empfehlung der Grundschulen zu halten.
Den Kindern mit Gymnasiums-Empfehlung wurde mit Schnupper-Unterricht in Französisch und Latein eine Entscheidungshilfe für die Wahl der zweiten Fremdsprache unterbreitet, und auch in viele andere Bereiche wurden Einblicke gewährt: Die AG Regenerative Energie stellte ein Landschaftsmodell vor. Bei der Theater-AG konnten die Besucher Sprichwörter raten und bei den Biologen einen Blick durchs Mikroskop auf Fliegenbeine und Schmetterlingsflügel werfen. Ein anschauliches Geschichtsprojekt über die Auswanderer im 19. und 20. Jahrhundert hatte die Klasse 8a vorbereitet.
Auch der Förderverein des Gymnasiums beteiligte sich. Im "Eltern-Café" servierten die Mitglieder Kaffee, Kuchen und andere Leckereien. Und auch die Modelle der Schulkleidung, die nach den Sommerferien auf freiwilliger Basis eingeführt werden, konnten in Augenschein genommen werden. Vorstandsmitglied Bärbel Poppe zeigte sich zufrieden mit der Nachfrage. "Die Kinder waren ganz angetan", hat sie bei der Modenschau festgestellt, auf der die Sweater und T-Shirts vor ein paar Wochen präsentiert wurden. Viele Bestellungen seien bereits eingegangen. Weitere würden sicher folgen, "wenn es erst mal losgegangen ist."

 

NWZ, 02. Mai 2008

Gymnasium präsentiert Schulkleidung

BILDUNG Schüler wollen einheitliche T-Shirts und Kapuzenpullover – Modenschau in Pausenhalle

080502nwzSchulkleidung
Models auf dem Laufsteg: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lemwerder präsentierten am Dienstag die neue Schulkleidung in der Pausenhalle. BILD: HAUKE FOOKEN

RUND 80 PROZENT DER SCHÜLER UND ELTERN FINDEN SCHULKLEIDUNG GUT. EINE VERPFLICHTUNG ZUM TRAGEN BESTEHT ABER NICHT

VON HAUKE FOOKEN

LEMWERDER - In Großbritannien ist sie Pflicht, auch in Japan, Indien und an US-amerikanischen Privatschulen gehört sie zum Alltag. Die Rede ist von der Schuluniform. Und Deutschland? Hierzulande gibt es zumindest an staatlichen Schulen keine Pflicht zum Tragen von Uniformen, da ist das Grundgesetz davor. Doch über einheitliche Kleidung wird seit längerer Zeit nachgedacht. Ihre Befürworter verweisen dabei auf die identitätsstiftende Wirkung der Schulkleidung und erhoffen sich mehr Chancengleichheit für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Schließlich führte eine Haupt- und Realschule in Hamburg-Sinstorf 2000 erstmals einheitliche Schulkleidung ein. Weitere Schulen griffen die Idee auf.
Am Gymnasium Lemwerder wurde erstmals im Herbst 2006 über Schulkleidung nachgedacht. Anfang 2007 folgte eine Umfrage unter Schülern und Eltern, bei der sich fast 80 Prozent der Teilnehmer für Schulkleidung aussprachen. Die Gesamtkonferenz segnete das Umfrageergebnis ab und machte den Weg für einheitliche Polo-Shirts, Langarm-Shirts, Kapuzenpullover und Sweat-Jacken in den Farben Weiß, Dunkelblau und Hellblau frei.
„Wir haben aber keine Angst vor einer Uniformierung“, sagte Schulleiterin Marianne Weigel am Dienstag bei der Präsentation der vom Förderverein der Schule ausgesuchten Musterkollektion in der Pausenhalle. Weigel: „Es gibt immer noch genügend Möglichkeiten für unsere Schüler, ihre Individualität zu zeigen.“ Überdies werde niemand zum Tragen der Kleidung gezwungen.
Dass die von Fünft- bis Achtklässlern präsentierte Kollektion bei Mitschülern und Eltern ankam, machte der große Beifall deutlich. Bis zum 15. Mai können die Gymnasiasten ihre Bestellungen aufgeben. Dass die Kleidungsstücke – ein T-Shirt mit Aufdruck Gymnasium Lemwerder kostet 13 Euro, ein Kapuzenpullover 28 Euro – nicht ganz billig sind, räumt Renate Helmerichs, Vorsitzende des Fördervereins, ein. Aber: „Wer Schulkleidung trägt, schont ja seine anderen Sachen.“ Im übrigen werde der Förderverein allen neuen Schüler des Gymnasiums wie gehabt ein Schul-T-Shirt schenken.
Rund 80 Prozent der Schüler und Eltern finden Schulkleidung gut. Eine Verpflichtung zum Tragen besteht aber nicht.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite 12, 02.05.2008

Von Uniformen weit entfernt
Schulkleidung auf dem Laufsteg löst nicht nur Begeisterung aus

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

080502wkSchulkleidungLEMWERDER. T-Shirts mit kurzen oder langen Ärmeln, Polo-Shirts, Sweater und Kapuzenjacken: Bei einer Modenschau in der Pausenhalle ließ sich jetzt beobachten, wie die einheitliche Schulkleidung des Gymnasiums aussehen könnte. Der Förderverein und einige "Models" präsentierten eine Musterkollektion an Oberteilen, damit sich Schüler und Eltern ein Bild davon machen konnten, wie es aussieht, wenn niemand bauchfrei herum läuft oder seine Mitschüler durch teure Markenkleidung provoziert.
Weiß, bleu und dunkelblau sind die Farben der Kollektion, die der Förderverein ausgewählt hat. Damit die einheitliche Schulkleidung nach den Sommerferien Einzug im Gymnasium halten kann, wurden die Wünsche von Schülern und Eltern vor und nach der Präsentation eifrig für eine Sammelbestellung zusammen getragen.
Die Einführung einheitlicher Schulkleidung ist eine Idee der Schule. 2007 hatten sich die Eltern in einer Umfrage zu 31,8 Prozent für Schulkleidung ausgesprochen, 37,6 Prozent der Eltern bevorzugten allerdings die freiwillige Variante. Auch nach der Modenschau ist nicht nur Begeisterung zu hören. Ilona Teichmann und Jessica Link, deren Kinder hier die Schulbank drücken, gehören zu denen, die sich gut mit der einheitlichen Schulkleidung anfreunden können. "Echte Uniformen" hätten sie allerdings abgelehnt. Die Schülerin Paula schwärmt, dass das T-Shirt gut sitzt, das sie auf dem Laufsteg trug, und auch ihr Mitschüler Nils ist zufrieden mit dem neuen Look: "Ab und zu", würde er die einheitliche Schulkleidung schon anziehen, "aber nicht durchgängig." Dass kein Schüler seine Mitschüler durch teure Markenkleidung provozieren soll, finden viele der anwesenden Eltern gut. Allerdings glaubt Silke Schumm, dass gerade die freiwillige Einführung der Schulkleidung die Kinder nicht so finanzkräftiger Eltern ausgrenzt. Auch eine andere Mutter meint, die Kollektion sei für viele Eltern zu teuer. Daher fände sie es besser, die Kleidung würde verbindlich eingeführt und könnte in der Schule ausgeliehen werden. Die Fördervereinsvorsitzende Renate Henrichs betont hingegen, dass die Kosten nur verlagert würden: Wer Schulkleidung trägt, braucht in dieser Zeit nichts anderes.
Weiter hinten im Saal wird unterdessen eifrig anprobiert, ausgewählt und so mancher Bestellzettel ausgefüllt.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, 21.04.2008

Mit einem Teller voll Lob in die Pause
Lions-Quest: Gymnasiasten erlernen Sozialkompetenz

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

080421wkLionsQuest0202LEMWERDER. Bis zur großen Pause sind es noch 45 Minuten. Auf dem Stundenplan der Klasse 6 steht Anerkennung, genau genommen: Verfügungsstunde. Aber im Gymnasium Lemwerder ist das in diesem Falle das Gleiche, denn die Verfügungsstunden in diesem Halbjahr der Vermittlung von sozialen Kompetenzen.
Es geht also um Anerkennung: Warum soll man jemandem sagen, was man an ihn schätzt? Anna: Damit er sich die guten Eigenschaften nicht wieder abgewöhnt. Und wie geht's einem, wenn jemand seine Fähigkeiten anerkennt? Tim: Ein Glückshormon wird ausgestoßen. Dadurch stärkt sich das Selbstvertrauen.
Frage für Frage erarbeiten sich Klassenlehrerin Beate Meents und ihre Schüler das Thema. Wie verteilt man Lob? Jan: Durch nette Worte. Anna: Durch eine Umarmung. Pascal: Durch Worte, Taten und Gesten. Ist "Du siehst gut aus" auch ein Lob, will Beate Meents wissen. Niklas entdeckt darin zu viel Schleimerei. Beate Meents beharrt auf einer Unterscheidung zwischen Komplimenten und einem schlichten Danke. Jonas schätzt die klaren Aussagen mehr als allgemeines Wohlwollen: "Da weiß ich genau, er meint es ernst." Jana befürchtet, wer übertrieben gelobt wird, dem könnte schon bald eine Gegenleistung abverlangt werden.
Beate Meents unterrichtet normalerweise Mathematik und Physik. Wie ihre Kollegen weiß sie, dass es nicht genügt, sich im Unterricht auf die Vermittlung von Fachwissen zu beschränken. Die Schüler erwarten mehr, schließlich müssen sie nebenher noch erwachsen werden, und da haben sie viele Fragen. Die Pädagogen sind daher in einer Weise gefordert, auf die ihre Lehrerausbildung sie kaum vorbereitet hat. Hier setzt das Lions-Quest-Programm an, ein vom Lions Clubs unterstütztes "Vorsorge-Programm", das Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 15 Jahren auf die selbstständige Bewältigung jener Aufgaben vorbereitet, die ihnen in ihrer Lebensphase ganz unweigerlich begegnen. Es bietet Jugendlichen praktische Übungsfelder, die Selbstvertrauen sowie eigenverantwortliches Arbeiten fördern und Aggressionen abbauen. Versagen in der Schule, Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft und Missbrauch von Suchtmitteln soll mit Hilfe von sozialer Kompetenz entgegen gewirkt werden.
Toleranz und Achtung anderen Menschen gegenüber, Verantwortung und Engagement für sich und andere gehören zu den Grundwerten, um die es auch in Klasse 6 des Gymnasiums geht und die Beate Meents nicht ohne "einen Teller voll Lob" in die Pause entlassen möchte. Flugs bekommt jeder einen Pappteller auf den Rücken geklebt - Platz für lobende und klare Botschaften: Gut, dass es dich gibt. Du bist eine gute Freundin. Sexy Girl. Du bist cool. Ich finde es toll, wenn du lachst. Wer was aufgeschrieben hat, weiß hinterher niemand. Ein paar Sprüche seien schon grenzwertig, meint Beate Meents. Dennoch kommt sie zu dem Schluss: "Ein Teller voll Lob ist was Feines."
Es war eine gute Stunde. Die Schüler gehen aufgekratzt und zufrieden hinaus. Beate Meents oder auch ihre Kollegin Anne Ahrens-Verbeek und Schulleiterin Marianne Weigel empfinden den Unterricht als Bereicherung. Das Programm wird in allen Jahrgängen durchgeführt. Wie zuvor Beate Meents nehmen derzeit drei Kollegen an einem dreitägigen Einführungsseminar teil, in dem sie Konzept und Material des Programms durch praktische Anwendung kennen lernen, Lerninhalte und -methoden aus der Sicht des Jugendlichen wie auch als Lehrer erproben und diskutieren.
Die Stärkung des jugendlichen Selbstvertrauens ist ihnen den Aufwand wert.

 

NWZ, 19. April 2008

Gymnasium bekommt weniger Farbe

BAUAUSSCHUSS Kreis rückt etwas von bunten Plänen ab

DIE BEDENKEN VON RATSMITGLIEDERN UND VERWALTUNG WURDEN IN BRAKE GEHÖRT.

VON HAUKE FOOKEN

080419nwzGymnasiumFassade
Bild / Animation: Landkreis Wesermarsch

LEMWERDER - Drei statt vier Farben, ein Farbband weniger, insgesamt eine ruhigere Außenhaut – bei der Frage nach der Gestaltung der Außenfassade des Neubaus beim Gymnasium Lemwerder herrscht nun wieder Frieden zwischen dem Kreis Wesermarsch und der Gemeinde Lemwerder. „Wir haben einen Kompromiss erzielt“, sagte am Freitag Bauamtsleiter Bernd Martens.

Bereits am Donnerstag hatte der Bauausschuss grünes Licht für die entschärfte Variante des von SPD–Fraktionschef Meinrad Rohde seinerzeit als „Hundertwasserbau“ kritisierten Gebäudes gegeben. Wie berichtet, stießen die ursprünglichen Pläne des Kreises bei Ratsmitgliedern und Rathausverwaltung auf wenig Gegenliebe. Moniert wurde u.a. die bunte Außenfassade und dass der Neubau nicht zum Umfeld passe. Eltern und Schüler lobten dagegen in Leserbriefen die Pläne.

[ ... ]  Gebaut wird ab den Sommerferien auch an der Eschhofschule. Dort dürfen sich Schüler und Lehrer dann auf die sehnlichst erwarteten zusätzlichen Unterrichtsräume sowie die Aufstockung der Pausenhalle freuen. Ebenso wird der Außenbereich neugestaltet, dazu gehört auch eine Skaterbahn in Form einer Acht. Nachgedacht wurde am Donnerstag auch über den Standort einer Halfpipe. Eventuell wird sie an der Straße An der Kirche aufgebaut. [ ... ]

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, 19.04.2008

Ein paar Kleckse dürfen bleiben

Der Gemeinde Lemwerder wird das Gymnasium zu bunt

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

LEMWERDER. [ ... ] In einer anderen Frage ist man sich schon mit dem Landkreis einig. Der geplante Anbau des Gymnasiums wird nicht ganz so farbig, wie es sich der Architekt vorstellt. "Ein paar bunte Kleckse auf dem grauen Mauerwerk" (Bauamtsleiter Bernhard Martens) sind auch noch nach der Intervention durch die Gemeinde vorgesehen. Beckmann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Kompromiss, da "das sehr Bunte doch weg ist." [ ... ]

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, 14.04.2008

Mit zwölf Jahren ein echter Tausendsassa
Jan Eisenhauer ist Sprecher des Kreisschülerrats

Lemwerderaner bringt erste Idee ins Gremium ein

Von unserer Redakteurin Barbara Wenke

080414wkJanEisenhauerLEMWERDER. Sein Tag ist voll gestopft wie der eines Managers. Vormittags Schule, zweimal pro Woche auch nachmittags Unterricht. Hinzu kommen Handball und Radball sowie Sitzungen. Jan Eisenhauer ist zwar erst zwölf Jahre alt, doch sehr engagiert. Der stellvertretende Klassensprecher der 7a des Gymnasiums Lemwerder ist seit November Sprecher des Kreisschülerrates (KSR). Jetzt hat das jüngste Mitglied die erste Idee für dieses Schuljahr entwickelt. "Die SPD hatte mich zu einer Sitzung in Hannover eingeladen", berichtet der Siebtklässler von der Entstehung seiner Idee. "Da ging es um Rechtsradikalismus. Ich konnte nicht teilnehmen, fand es aber eine richtige Idee, da was zu machen." Zudem habe ihn der aktuelle Kinofilm "Die Welle" inspiriert. Jan Eisenhauer möchte Flugblätter gegen Rechts entwerfen und an allen Schulen in der Wesermarsch verteilen. "Wir als Kreisschülerrat können etwas machen, indem wir versuchen aufzuklären", ist der Zwölfjährige überzeugt. Er hängt sich für seine Idee voll rein. "Wenn ich eine Idee habe, die auch jemand anderes gut findet, versuche ich sie  umzusetzen." Er sei aber auch Realist. "Bei Lehrermangel können uns die Schüler zwar ansprechen, aber da können wir gar nicht viel machen." Erste Ideen fürs Layout des Flugblattes sind bei ihm bereits gereift. "Da sollen Tricks drauf, wie man sich gegen Rechtsradikalismus wehren kann, hilfreiche Internetadressen, die typische Anlocke der Rechten und zwei oder drei Beispiele, die zeigen, wie schlimm das enden kann." Derzeit sitzt der engagierte Siebtklässler an seinem Computer und bastelt am Design des Flugblattes. In den vergangenen Tagen hat er zudem eine Druckerei kontaktiert, um zu erfragen, wie teuer den Kreisschülerrat (KSR) die Aktion kommen würde. "Da wusste ich noch nicht, dass es eine eigene Druckerei gibt." Sein Wissen über das Gremium erweitert der Zwölfjährige in Gesprächen mit Silvia Peters, die beim Landkreis Wesermarsch in Brake zuständig für die Schülervertretung ist. Die Gespräche sind nett und lehrreich, hat Jan Eisenhauer festgestellt. Doch hat er bei Telefonaten mit der Kreisverwaltung auch schon mit Probleme zu kämpfen gehabt: "Frau Peters arbeitet immer nur bis 13 Uhr. Die können wir nur in den Schulpausen erreichen." Ansonsten ist der Lemwerderaner voll des Lobes über die Verwaltung des Landkreises Wesermarsch: "Wir hatten eine halbe Stunde Sitzung - und es gab Getränke. Beim Landesschülerrat in Oldenburg dauerte die Sitzung vier Stunden. Da gab es aber weder Getränke noch Pausen." Für den Sitz im Kreisschülerrat hat der Zwölfjährige seinen "Job" bei der Schülerzeitung des Gymnasiums Lemwerder aufgegeben. Als Klassensprecher ist er dagegen sehr aktiv. "Ich bin jemand mit einer großen Fantasie", charakterisiert sich Jan Eisenhauer selbst. "Wir haben jetzt zum Beispiel eine Klassenkasse eingeführt", meldet er einen ersten Erfolg. Die ist nach Rücksprache mit den Eltern für alle Klassenkameraden verbindlich. Besonders am Herzen liegt Jan Eisenhauer derzeit aber seine Arbeit im Kreisschülerrat. "Wenn da 'ne Sitzung ist und ich Training oder ein Spiel hab', dann lass ich das sausen, weil mir der KSR sehr wichtig ist." Auf Drängen des Zwölfjährigen wird der Kreisschülerrat in Kürze wieder zusammen kommen. Dann will der Lemwerderaner seine Mitstreiter vom wichtigen Kampf gegen Rechts überzeugen.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 9, 12.04.2008

Gymnasiasten aus Lemwerder siegen

"Jugend trainiert ...": Sechs Mädchenfußballteams in Berne am Start

Von unserer Redakteurin Barbara Wenke

080412wkJtfOBERNE·LEMWERDER. Zum ersten Mal dabei und gleich gewonnen. Diese Erfolgmeldung können die Jungen der Altersklasse IV des Gymnasiums Lemwerder für sich verbuchen. Beim gestrigen Kreisentscheid des Wettbewerbs "Jugend trainiert..." in Berne gingen die Kicker aus der südlichsten Wesermarschgemeinde erstmals an den Start und schlugen ihre Gegner aus Berne und Brake mit zwei Siegen aus dem Feld. Ihr nächster Auftritt wird im Bezirksvorentscheid sein.
"Den Bezirksvorentscheid werden wir wohl ausrichten", versprach Trainer Hartmut Härtel Organisator Lutz Alefsen direkt nach dem Abpfiff. Härtel hofft, dass sich auch das ältere Team bei seinem Kreisentscheid am 25. April durchsetzen wird.
Einen Melderekord gab's bei den Mädchen. In der Altersklasse III gingen drei Teams an den Start. Ein 7:0 über Berne brachte den Lemwerderanerinnen dabei nicht den Einzug in die nächste Runde, da der direkte Vergleich mit Nordenham 1:1 ausging, die Mädchen aus dem Kreisnorden sich gegen das Berner Team aber mit 9:0 durchsetzten. Die Niederlage seiner Mädels hatte Alefsen erwartet. Er hatte ein ganz junges Team an den Start geschickt, das in seiner Altersklasse IV aufgrund Gegnermangels bereits für die nächste Runde qualifiziert ist und in Berne einfach Spielpraxis sammeln sollte. In der Altersklasse II der Mädchen qualifizierten sich die Brakerinnen für den Bezirksvorentscheid.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 8, 28.02.2008

"Jugend trainiert ...": Sechs Mädchenfußballteams in Berne am Start

Von unserer Redakteurin Barbara Wenke

BERNE·LEMWERDER. Der Frauenfußball boomt - und das nicht erst seit dem Gewinn des Weltmeistertitels durch Deutschlands Frauen in China. Der Boom hat auch das Gymnasium Lemwerder erreicht. Erstmals beteiligt sich ein Mädchenteam aus der südlichsten Wesermarschgemeinde am Turnier "Jugend trainiert ...". Der Kreisentscheid Wesermarsch wird am Freitag, 11. April, ab 9 Uhr am Schulzentrum Berne ausgespielt.
"Wir haben in diesem Jahr einen Rekord zu verzeichnen", freut sich Organisator Lutz Alefsen. "Insbesondere im Mädchenfußball sind statt der üblichen zwei nunmehr sechs Schulen am Start." Neben den beiden "alten Hasen" Schulzentrum Berne und Schulzentrum Elsfleth haben das Gymnasium Brake, das Gymnasium Nordenham, die Braker Hauptschule Klippkanne und eben das Gymnasium Lemwerder ihr Kommen angekündigt.
Aufgrund der hohen Anmeldezahlen haben die Organisatoren die Partien der Altersklassen II und III für Jungen verschoben. Der Termin steht allerdings noch nicht fest.
Die Wesermarschmeister der Mädchen werden zum Bezirksvorentscheid am 15. Mai erneut nach Berne eingeladen. In der Altersklasse IV der Mädchen ist das Schulzentrum Berne mangels Gegnerinnen bereits für den Bezirksvorentscheid qualifiziert. Ausrichter und Termin für die Jungen werden noch gesucht.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 9, 19.03.2008

Spielen mit Zahlen, experimentieren mit Ideen

Gymnasium Lemwerder veranstaltet schulinternen Wettbewerb

Von unserer Redakteurin Barbara Wenke

LEMWERDER. Mathematik ist mehr als stures Anwenden von Formeln und Regeln. Es ist knobeln, mit Zahlen spielen und mit Ideen experimentieren. Mathematik kann Spaß machen. Davon ist Marianne Weigel, Mathematiklehrerin und Leiterin des Gymnasiums Lemwerder, überzeugt. Deshalb hat sie anlässlich des Jahres der Mathematik einen schulinternen Mathematikwettbewerb ausgeschrieben.
Teilnehmen können dabei aber nicht nur Schülerinnen und Schüler des Lemwerderaner Gymnasiums, sondern auch die Viertklässler der umliegenden Grundschulen. Insbesondere die Schulabgänger der Gansper Grundschule beteiligen sich nach Auskunft von Marianne Weigel intensiv an dem Angebot.
Noch bis Dezember veröffentlicht das Gymnasium jeden zweiten Freitag, außer in den Ferien, auf seiner Homepage (www.gymnasium-lemwerder.de) je eine Aufgabe für die Jahrgänge vier bis sechs sowie für die Jahrgänge sieben und acht. "Wir haben uns entschlossen, den Wettbewerb das ganze Kalenderjahr lang durchzuführen, weil so Ausdauer und Durchhaltevermögen der Kinder besonders gefordert werden", erklärt die Schulleiterin. Interessierte Gehirnzellen-Akrobaten haben jeweils eine Woche lang Zeit, die Lösung auszutüfteln.
080319wkMathewettbewerbUnd tüfteln gehört dazu. Denn es ist nicht alles so banal, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Ein Beispiel: "In unserer Bibliothek stehen die Bücher Tintenherz, Tintenblut und Tintentod nebeneinander im Regal. Leider macht sich seit dem 1. Februar 2008 ein Bücherwurm an ihnen zu schaffen. Jeden Tag frisst sich der hungrige Schädling durch einen Millimeter Papier oder Pappe hindurch. Der erste Band ist 3,6 Zentimeter dick, die beiden anderen Bände jeweils 4,8 Zentimeter. Alle drei Bände haben einen zwei Millimeter starken Einbanddeckel. An welchem Tag ist der Wurm an der letzten Seite des dritten Einbandes angekommen, wenn er auf der ersten Seite des ersten Bandes angefangen hat? Wer nun denkt, dass ist doch einfach: Zwei Einbanddeckel abgerechnet und den Rest, also 13,2 Zentimeter Seiten plus 0,8 Zentimeter für vier Einbanddeckel, also 14 Zentimeter durchfrisst er. Dafür braucht er 140 Tage. Also kommt er am 19. Juni auf der letzten Seite des dritten Bandes an, liegt falsch.
Vorteilhaft wäre ein Experiment gewesen. Marianne Weigel gibt die korrekte Lösung wie folgt an: "Stellt man ein dreibändiges Werk vor sich hin und schaut am Objekt selbst, wo sich die erste Seite von Band 1 und die letzte Seite von Band 3 konkret befinden, dann erkennt man, dass sich der Wurm nur durch die Seiten des mittleren Bandes und durch vier Einbanddeckel frisst. Am 27. März, also am ersten Schultag nach den Osterferien käme er wieder zum Vorschein."
Die Lösungen werden von den Lehrkräften des Gymnasiums korrigiert und bepunktet. Außerdem erhält jeder Teilnehmer bei der Rückgabe seiner Aufgabe eine Musterlösung ausgehändigt.
30 Jungen und Mädchen beteiligen sich an dem Wettbewerb. Zirka ein Drittel von ihnen sind Viertklässler. Als Gewinne winken lukrative Buch und Sachpreise. "Der erste Preis ist ein grafikfähiger Taschenrechner, der im Unterricht ab Jahrgang 7 verwendet wird", verrät Schulleiteirn Marianne Weigel.

 

NWZ, 13. März 2008
Leserbriefe zur Gestaltung des Anbaus, Bezugnahme auf den Artikel der NWZ vom 07. März 2008 (s.u.)

Ein Schulgebäude muss fröhlich gestaltet sein
Betrifft: „Hundertwasser-Haus missfällt“ (NWZ vom Sonabend, 7. März)

Wir haben in der Zeitung einen kleinen Artikel gelesen, in dem es heißt, der Mann, der den Schulanbau plant, hat gesagt, es solle im Hundertwasser-Stil gebaut werden. Es ist aber von der Verwaltung abgelehnt worden. Wir wollen, dass es gebaut wird. Es ist sehr lustig und abwechslungsreich. Es soll gebaut werden!!!

Janina Schweitzer
Kl. 7a Gymnasium Lemwerder

Kinder mögen ‚bunt' – Kommunalpolitiker offensichtlich nicht.
Warum eigentlich nicht?

Wenn der Bauamtsleiter Herr Martens und der Rat der Gemeinde Lemwerder die geplante Fassade des Gymnasiums für ‚nicht passend zum Umfeld‘ halten, haben sie einerseits die (Lebens-)Philosophie eines F. Hundertwasser nicht verstanden (...) und halten wohl andererseits die Farben ‚waschbetongrau‘ und ‚wesermarschklinkerrot‘ für die bevorzugten Farben von Heranwachsenden. Ich bin gerne bereit, in beiden Punkten Nachhilfe zu erteilen.
Ein Schulgebäude, das fröhliche Schüler hervorbringen soll, muss auch fröhlich, bunt und hell gestaltet sein – die neue Pausenhalle ist ein erster Beweis dafür. Nicht politische Überlegungen zur baulichen Umgebung sind wichtig für eine positive Lernatmosphäre, sondern die Freude, mit der Schüler ‚ihre‘ Schule besuchen. (...).
Wer eine Anpassung eines Schulgebäudes an das Umfeld fordert, verlangt im Endeffekt auch eine Anpassung der Jugendlichen an ihre Umwelt. Ist das vielleicht der Hintergrund der Kritik der Verwaltungsgremien? Wollen wir wirklich ‚angepasste Kinder‘?? Ich jedenfalls nicht.
Übrigens: der so genannte ‚Hundertwasserbahnhof' in Uelzen ist eine Attraktion für Menschen aus Nah und Fern. Wieso sträuben Sie sich so immens gegen eine farbenfrohe Schule, die zum Vorbild für ähnliche Neubauten werden könnte??
P.S.: Richtig, Herr Rohde: die Verwaltung sollte hier einschreiten – und sicherstellen, dass auch optisch aus tristen ‚Lehranstalten' durch entsprechende gestalterische Massnahmen Einrichtungen werden, mit denen sich Kinder und Jugendliche identifizieren können und wollen (gerne mit stilistischen Mitteln eines F. Hundertwasser oder eines P. Mondriaan)? Übrigens: meine Kinder kennen und mögen Hundertwasser. Ihre auch??? Herr Rohde, Herr Martens und alle anderen Kritiker, fragen Sie sie doch mal!!

Ulrich Schweitzer
27804 Berne

 

Wir vom Gymnasium Lemwerder finden, dass es eine gute Idee ist, den Trakt im Hundertwasser-Stil zu bauen, da es gute Stimmung bringt und künstlerische Inspiration.

Tjelfe Hinz
Kl. 7a Gymnasium Lemwerder

 

NWZ, 07. März 2008

„Hundertwasser-Haus“ missfällt
GYMNASIUM Kritik an bunter Außenfassade des Neubaus

HFO

LEMWERDER - Die Pläne für den zweigeschossigen Neubau des Gymnasiums Lemwerder stoßen sowohl bei der Verwaltung als auch bei Ratsmitgliedern auf wenig Begeisterung. Vor allem die Farbgebung der Außenfassade des Hauses passe nicht zum Umfeld, meinte Bauamtsleiter Bernhard Martens im jüngsten Finanzausschuss. „Die bunte Fassade sollte mit uns abgestimmt werden“, so Martens. SPD-Fraktionschef Meinrad Rohde forderte die Verwaltung zum Einschreiten auf. Er bezeichnete das geplante Gebäude in Anlehnung an die bunten und ungewöhnlich geformten Bauten des Künstlers Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) als kleines „Hundertwasser-Haus der Wesermarsch“. FDP-Fraktionschef Harald Schöne fragte sich, ob der Architekt des Gymnasium-Neubaus das umliegende Gelände überhaupt gesehen hat.

 

Bremer Tageszeitungen, Die Norddeutsche, Seite 7, 06.03.2008

Sprechende Schulbrote
Gymnasiasten erobern Herz des Publikums mit Musik, Theater und Akrobatik

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

080307wkKulturabend03LEMWERDER. Können Sie ein Geheimnis für sich bewahren? Dem Palast-Frisör in "Der Prinz mit den Eselsohren" fällt das ziemlich schwer. Was er anstellt, um das normalerweise unter dicken Mützen verborgene Geheimnis bloß nicht versehentlich auszuposaunen, war Inhalt des märchenhaften Hörerlebnisses, das die Klasse 5a Dienstagabend beim Kulturabend des Gymnasiums auf die Bühne brachte. Mit Tasten- und Schlaginstrumenten gekonnt untermalt berichteten die Kinder, wie der Frisör in seiner Verzweiflung ein großes Loch buddelt, um das Geheimnis vom Prinzen mit den Eselsohren dort hinein zu schreien und sich so von seinen Qualen zu erlösen. Es ist halt nicht leicht mit Geheimnissen...
Das portugiesische Märchen war nur eines der Darbietungen, bei denen es musikalisch zuging und die vom Publikum in der prall gefüllten Pausenhalle mit teils tosendem Beifall belohnt wurden. Die Songgruppe bereicherte den Kulturabend mit der Interpretation der Popsongs "Holiday" und "Wake me up when September ends", Schülerinnen der Klasse 7 b präsentierten eine musikalische Begleitung zum Stummfilm "Der Einwanderer" und bewiesen, dass die Komik des Charlie Chaplin auch zu Keyboards, Saxophon und Xylophon ein wahres Vergnügen ist.
Spricht der Ochse oder war es nur ein Trick der Müllersburschen, um beim Verkaufen des Ochsen einen höheren Preis zu erzielen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer kleinen Theateraufführung der 6 b. In einem Gerichtssaal mühten sich Richterin, Staatsanwalt und Verteidiger bei der Vernehmung skurriler und nicht immer ganz glaubwürdiger Zeugen um die Wahrheitsfindung, bis einer der Müllersburschen der Stimmenimitation überführt war. Die gerechte Strafe: lebenslänglich.
In "der merkwürdige Schulweg" zeigte die Theater-AG unheimliche Begegnungen mit Fabelwesen, wilden Tieren und sprechenden Schulbroten. In der Schlussszene offenbarten die Schüler, wie sie garantiert aus dem Tiefschlaf gerissen werden können, sollten sie den Unterricht trotz der vielen Ablenkungen auf dem Schulweg doch einmal erreichen: Ein nicht angekündigter Test, so die Botschaft, mag die Lehrerin vielleicht als Hexe erscheinen lassen. Die Schüler aber sind auf der Stelle putzmunter.
Dies und mehr machten den zweiten Kulturabend im Gymnasium Lemwerder zu einer gelungenen Veranstaltung, die nicht nur den Schülern, sondern auch den Lehrern und den Helfern vom Förderverein viel Spaß machte, die in der Pause für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Die Schulleitung sprach bereits von einer kleinen "Tradition". Darauf, dass auf den zweiten im nächsten Jahr auch ein dritter Kulturabend folgt, bei dem die Schüler ihre Ergebnisse aus Unterricht und Arbeitsgemeinschaften vorstellen, dürfen sich schon jetzt alle freuen.

 

NWZ, 07. März 2008

Schüler machen Chaplin-Musik

BILDUNG Gelungenes Programm beim Kulturabend des Gymnasiums Lemwerder

080307NWZKulturabend
Dramatik mit Xylophon, Keyboard, Saxofon und Becken: Schülerinnen der Klasse 7 b unterlegten den Charlie-Chaplin-Stummfilmklassiker „Der Einwanderer“ mit Musik

ZUM ZWEITEN MAL LUD DIE SCHULE IN IHRE AULA EIN. ZAHLREICHE BERNER UND LEMWERDERANER WAREN VON DEN DARBIETUNGEN BEGEISTERT.

VON ANJA JOHANNSMEYER

LEMWERDER - Lauter aufgeregte Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lemwerder tummelten sich am Dienstagabend in der voll besetzten Aula ihrer Schule. Der Grund: Beim 2. Kulturabend drehte sich alles um die mitwirkenden Mädchen und Jungen der 5. bis 8. Klasse.
Vor den Augen der Eltern, Bekannten, Verwandten, Lehrern und Mitschülern präsentierten verschiedene Schülergruppen das, was sie im Unterricht oder in Arbeitgemeinschaften einstudiert hatten. Dass die Musik dabei nicht zu kurz kam, versteht sich von selbst. Die Songgruppe und Schulband interpretierte gleich mehrere schwungvolle Stücke, wie z. B. „Holiday“ und „Wake me up when September ends“. Aber auch das gefühlvolle „Apologize“, ein Song, der von den Radiosendern zurzeit rauf und runter gespielt wird, schlängelte sich als Ohrwurm zu den Zuschauern.
Für die passende Dramatik in Charlie Chaplins Film „Der Einwanderer“ sorgten fünf Schülerinnen der Klasse 7 b, die mit Xylophon, Keyboard, Saxofon und Becken die bewegten Bilder des Stummfilmklassikers mit Musik unterlegten.
Tosenden Applaus ernteten die Schüler der Klasse 6 b für ihre kleine Theatervorführung „Krabat vor Gericht“. Dort ging es um die Frage, ob ein Rindvieh im Stall plötzlich sprechen kann. Von einer Zeugin wurde schließlich der Müllersbursche nach einem Stimmenvergleich überführt. Der Arme erhielt dafür lebenslänglich.
Eine eigene Vorführung mit Übungen, bei der besonders viel Wert auf Körperspannung gelegt werden musste, hatten die sieben Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 a kreiert. „Diese Partnerakrobatik ist aus der Not heraus entstanden, als die Sporthalle umgebaut wurde und uns keine Geräte zur Verfügung standen“, erklärte Sportlehrer Arne Warnken.
Fazit: Die vielen gelungenen Vorträge sorgten bei den Zuschauern für viel Spaß und ließen die Zeit im Nu vergehen. Einer Neuauflage des gymnasialen Kulturabends im kommenden Jahr dürfte also nichts mehr im Wege stehen.

 

NWZ, 22. Feb. 2008

Gymnasiasten erhalten einheitliche Schulkleidung

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Förderverein stellt Geld bereit – Helfer gesucht

AJO

080229FördervereinHauptversammlungLEMWERDER - Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Gymnasiums Lemwerder standen turnusgemäß Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Renate Henrichs, 1. Vorsitzende, freute sich, dass insgesamt 13 Mitglieder der Einladung in die Aula der Schule gefolgt waren. Das Wahlergebnis fiel sodann einstimmig zu Gunsten von Renate Henrichs und Bärbel Poppe aus, die in ihren bisherigen Ämtern erneut bestätigt wurden.

Petra Leßmann gab das Amt der Kassenwartin an Dr. Claudia Dähnhardt ab. Leßmann bleibt dem Verein aber weiterhin zusammen mit Deidi Thielen, Susanne Stehmann, Sabine Schauder und Regine Tönjes als Beisitzerin erhalten. Die Aufgabe, zukünftig die Ein- und Ausnahmen des Vereins zu prüfen, wird für die nächsten zwei Jahre von Kristina Gongoll übernommen.
Vor den Wahlen hatte Renate Henrichs das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Auch der Ausblick für das laufende Jahr zeigte, dass der Verein Schule, Schülern und Eltern wieder kräftig unter die Arme greifen möchte. Neben den obligatorischen Buch- und Schulmaterialbestellungen, die bereits in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, stehen wieder diverse Caféterien, anlässlich der Elternsprechtage sowie beim im Mai/Juni anstehenden Tag der offenen Tür des Gymnasiums an. Auch die Beteiligung am Kulturabend (am 4. März) mit einem Getränkestand ist für den Verein ausgemachte Sache.
Damit der Förderverein bei allen diesen Terminen Flagge zeigen kann, warb Henrichs mit Nachdruck um freiwillige Helferinnen und Helfer. In trockenen Tüchern ist mittlerweile auch die Anschaffung einheitlicher Schulbekleidung in Form von T-Shirts, langärmligen Shirts, Sweat-Shirtjacken. „Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Renate Henrichs, die bereits im letzten Jahr eine Umfrage bei Eltern und Schülern startete und im Anschluss daran diverse Angebote für Oberbekleidung dieser Art einholte, wobei die Schüler beim Design mitbestimmen durften. 58 Prozent hatten sich damals für eine freiwillige Schulkleidung ausgesprochen. „Wir wollen damit erreichen, dass sich die Schüler wieder auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren können“, begründete Henrichs das Projekt.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, Seite: 7, 22.02.2008

"Empfehlung der Grundschulen ernst nehmen"
Gymnasium Lemwerder informierte über Anforderungen an zukünftige Fünftklässler

Von unserer Redakteurin Barbara Wenke


080222wkElterninfoabendLEMWERDER. Gebannt lauschten am Mittwochabend in der Aula des Gymnasiums rund 50 Elternteile den Ausführungen von Thomas Reisch, Konrektor des Gymnasiums Lemwerder. Sie einte die Neugier zu erfahren, was ihre angehenden Fünftklässler an Voraussetzungen brauchen, um am Gymnasium bestehen zu können.
Der Pädagoge riet den Eltern, die Schulempfehlung der Grundschule sehr ernst zu nehmen. Kinder mit einer Empfehlung für die Realschule kämen am Gymnasium zurecht, allerdings würden sie häufig leiden.
Gute Voraussetzungen für den Besuch des Gymnasiums seien eine ordentliche Portion Neugier, eigenmotoviertes Erkunden, Erforschen und Nachschlagen, Lern- und Lesefreudigkeit, Durchhaltevermögen sowie weitgehende Sicherheit in der Rechtschreibung, sagte Reinsch. Auch sollten die künftigen Gymnasiasten die Grundkenntnisse der deutschen Grammatik beherrschen.
Für den Deutschunterricht sollten die Jungen und Mädchen fließend lesen und unbekannte Texte verstehen können. Auch sei es wichtig, dass die Kinder lebendig und mit großem Wortschatz erzählen könnten. Sollten sich die künftigen Fünftklässler in Comicsprache wie "Boah, und dann die Tür rums" mitteilen, sei der Medienkonsum zu überprüfen, riet Reinsch zwar mit Augenzwinkern, allerdings mit ernsthaftem Hintergrund. Schweigen machte sich unter den Eltern breit, als der Pädagoge eine im Kollegium herrschende Überzeugung kundtat: "Ein Computer mit Internetanschluss hat im Kinderzimmer nichts zu suchen." Sollte der PC im eigenen Zimmer stehen, sei die Gefahr groß, dass die Kinder auch nachts surfen gehen. Dann verwundere es nicht, wenn sie unausgeruht zur Schule kämen.
Und ausgeschlafen sollten die Gymnasiasten sein, denn das Lerntempo erhöht sich gegenüber der Grundschule gewaltig. Ebenso der Lernstoff. "Der zeitliche Aufwand für Hausaufgaben wird größer", betonte Reinsch. Sollte ein Sprössling jeden Tag behaupten, seine Aufgaben nach einer Viertelstunde erledigt zu haben, sollten die Eltern skeptisch werden. Die von einem Vater vermuteten zwei Stunden zur Bewältigung der täglichen Hausaufgaben fand Reinsch dann allerdings erheblich zu viel.
Rektorin Marianne Weigel stellte die Anforderungen des Mathematikunterrichts und Fachlehrer Wolfgang Totz die Naturwissenschaften vor. Er betonte, dass es am Gymnasium neben dem Erwerb des reinen Fachwissens um die Kompetenz der Erkenntnisgewinnung gehe. Die Schüler sollen Experimente entwickeln lernen und diese bewerten. Außerdem müssen sie in Gruppenarbeit miteinander kommunizieren können.
Am Gymnasium müssen sich die Kinder auf größere Klassen einstellen. Die Schulleitung rechnet mit zwei Klassen mit jeweils mehr als 30 Schülern. Ab dem sechsten Jahrgang wird der Nachmittagsunterricht zur Pflicht.

 

NWZ, 22. Feb. 2008

Energie-AG ist das Bonbon
240 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium Lemwerder.

Der stellvertretende Schulleiter Thomas Reinsch spricht über die Vorteile einer kleinen Schule.

Von Jan Lehmann

080222nwzKleineSchuleFrage: Herr Reinsch, am Mittwoch haben Sie mit einer Informationsveranstaltung erneut das Gymnasium Lemwerder vorgestellt. Welches sind denn die Vorteile einer kleinen Schule?

Reinsch: Wir haben hier eine sehr familiäre Atmosphäre. Die Kolleginnen und Kollegen, die Vollzeit in Lemwerder arbeiten, kennen jeden Schüler mit seinen Eigenarten, Stärken und Schwächen. Das hat Vorteile im Unterrichtsalltag, aber auch in den Pausen: Die Schüler finden immer einen Ansprechpartner. In großen Gymnasien mit 1800 Schülern dürfte das etwas schwieriger sein.

Frage: Dafür können Sie vermutlich weniger Angebote im Bereich der Arbeitsgemeinschaften machen?

Reinsch: Im Verhältnis zur kleinen Schülerzahl halten wir ein exzellentes Angebot vor: Im Bereich Musik haben wir zwei Chor-AGs und eine Schülerband; auch die Bereiche Sport sowie Theater und Kunst bieten einiges. Ein Bonbon in diesem Jahr ist die Naturwissenschafts-AG, in der es um alternative Energien geht. Dabei arbeiten wir mit der Hochschule Bremen aber auch mit der Firma A&R Rotec zusammen. Bei A&R dürfen wir die Lehrlingswerkstatt nutzen, um Modelle zu bauen.

Frage: Also Zufriedenheit auf ganzer Linie?

Reinsch: Natürlich sollte man sich nicht in Selbstzufriedenheit ergehen. Auch wir müssen uns weiterentwickeln. Das Programm für Begabtenförderung muss noch ausgearbeitet werden; die gezielte Methodenschulung ist bis Klasse sieben fertig, muss aber noch weiterentwickelt werden. Dasselbe gilt für unser Sozialtraining. Die Erfahrungen mit dieser Konfliktprävention sind von Klasse zu Klasse recht unterschiedlich.

 

Bremer Tageszeitungen: Die Norddeutsche, 13.Feb. 2008

Drei Anbauten und ein Schulhof zum Rumtoben
Ausschuss informiert sich über Pläne / Baubeginn im Mai oder Juni

Von unserem Mitarbeiter Georg Jauken

080213wkanbauLEMWERDER-BRAKE. Bunte Elemente auf hellgrauem Stein. So wird sie aussehen, die Fassade des Erweiterungsbaus des Gymnasiums Lemwerder. Drinnen entstehen die vier Klassen- und Fachräume, ohne die das Schuljahr für Schuljahr wachsende junge Gymnasium schon bald wieder auf Container-Klassen zurückgreifen müsste. Baubeginn soll im Frühsommer sein.
Im Bauausschuss des Kreistages wurden jetzt die Pläne vorgestellt, wonach beide geplanten Erweiterungsbauten parallel realisiert werden sollen, um „Synergieeffekte" zu nutzen, wie es Projektleiter Thilo Früchtnicht formulierte. Vorteil für die Schule: Sind die Handwerker einmal abgezogen, ist wirklich alles fertig.
Für den kleineren der Erweiterungsbauten, für das zwei Klassen und ein Verbindungsgang abgerissen werden, liegt die Baugenehmigung bereits vor. Die Mittel in Höhe von rund 700 000 Euro hat der Kreistag bereits 2007 bereitgestellt. Hierfür soll eine eingeschossige Schulverwaltung entstehen. Der zweite geplante Anbau umfasst vier Klassenräume, Fachräume für Kunst und Naturwissenschaften sowie einen Gruppenraum. In dem Neubau entstehen die ersten barrierefreien Klassenräume der Schule, aber auch eine Bühne für Schulaufführungen, die direkt an die vorhandene Pausenhalle angrenzt.
Für diesen Anbau auf der Westseite des Gymnasiums muss der Landkreis noch einmal 1,5 Millionen Euro aufbringen. Die Ausschreibung soll Früchtnicht zufolge direkt nach der Genehmigung des Haushaltes erfolgen. Wenn es ganz schnell geht, kann im Mai der Grundstein gelegt werden, glaubt Früchtnicht, wahrscheinlicher sei aber ein Baubeginn im Juni.
Anders als bei der Sanierung des Altbaus wird die Baustelle diesmal übrigens von der Schulstraße aus erschlossen. Die Grundschule soll so wenig wie möglich belastet werden. In der Eschhofschule gleich nebenan werden sich Beeinträchtigungen durch Baulärm hingegen wohl nicht ganz vermeiden lassen. Dafür tut der Schulträger, das ist auch in diesem Fall der Landkreis, auch einiges für die Haupt- und Realschüler. Denn noch vor dem Baubeginn beim Gymnasium sollen die Maurer dort anrücken. Geplant ist ein Neubau für einen Physikraum. Dazu werden die Pausenhalle aufgestockt und der trostlose Schulhof kräftig aufgewertet - mit Kletterwänden, Skaterbahn und Kleinfeldern für Ballspiele. Für das Projekt Eschhofschule, an dem sich das Land mit 1,5 Millionen Euro beteiligt, laufen die Ausschreibungen bereits, berichtete Früchtnicht. Bis zum Jahresende sollen die meisten Arbeiten abgeschlossen sein.

 

NWZ, 07. Feb. 2008

Liebe und Freundschaft locken ins Netz
MEDIENKONSUM Diakon Ulrich Bohlken referiert über jugendliche Internetnutzer

AJO

080207NWZSicherImNetz03LEMWERDER - Am Thema kann es nicht gelegen haben, dass nur wenige Eltern in der Pausenhalle des Gymnasiums in Lemwerder erschienen waren. „Kinder sicher im Netz“ lautete das Thema der ersten Veranstaltung einer zweiteiligen Vortragsreihe, die Renate Henrichs als Vorsitzende des Fördervereins der Schule organisiert hatte im Hinblick auf das aktuell in den 5. Klassen praktizierte Methodentraining am PC.
Als Referenten konnte die Vereinsvorsitzende Ulrich Bohlken, Jugenddiakon des Kirchenkreises Wesermarsch, gewinnen, der im Bereich Medienpädagogik einen Schwerpunkt seiner Jugendarbeit verankert hat. Seinen Vortrag startete der 38jährige mit einem statistischen Überblick. „Was sind überhaupt die Themeninteressen bei den Jugendlichen?“ fragte Bohlken. Gemäß einer Umfrage unter den Zielpersonen ist bei den 13- bis 19jährigen tatsächlich „Liebe und Freundschaft“ der treibende Motor. Andere Leute kennenzulernen, stehe noch vor Musik, Beruf, Ausbildung oder Sport, wusste der Referent zu berichten.
„Was machen die Jugendlichen vor dem Rechner?“ war die Frage, auf die ein weiteres Augenmerk gelegt wurde. Die Nutzung eines „Instant Messengers“ einem Nachrichtensofortversand, der es ermöglicht, Listen von Freunden abzuspeichern, zu sehen, welche von denen ebenfalls „online“ sind und Telegramme in Echtzeit zu verschicken, sprich zu „chatten“, steht bei den Teenagern an erster Stelle. Diese Methode funktioniert noch schneller als E-Mails zu schreiben, was bei den Jugendlichen Platz zwei belegt. Doch gerade auf diese Art von Kommunikation der Jugendlichen ist ein besonderes Augenmerk zu legen, so Bohlken. Natürlich macht „chatten“ viel Spaß und verbirgt einen gewissen Reiz, doch die Jugendlichen wissen oft gar nicht, mit wem sie es eigentlich zu tun haben oder geben selbst zu viele persönliche Daten von sich preis.
So sei es wichtig, beim Aussuchen des „Nicknames“, eines Pseudonyms, unter dem man sich zum Chatten anmeldet, nie den richtigen Namen und das Alter zu verwenden. Bohlken machte deutlich, wie wichtig es ist, mit den Kindern auf gleicher Ebene Gespräche zu führen und sie bereits im Vorwege umfassend über Gefahren und Risiken aufzuklären anstatt Verbote auszusprechen.
„Sicher@home“ lautet der Titel der zweiten Veranstaltung zu dieser Vortragsreihe, die der Jugenddiakon am Dienstag, 12. Februar, halten wird.

 

Presseberichte aus den Jahren 2005 bis 2007

Aktuelle Presseberichte

im Schuljahr 10/11 seit 04. August 2010

im Vergleich:
38.208 Besucher im Schuljahr 2008/09
60.512 Besucher im Schuljahr 2009/10

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Gymnasium Lemwerder

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Stellvertretender Schulleiter: Thomas Reinsch

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